Giengen / Dieter Reichl Am kommenden Samstag, 12. Oktober demonstriert die katholische Kirchengemeinde ihr musikalisches Potenzial. Die bestehenden sieben Gruppen und Chöre treten unter dem Motto „Musik verbindet“ in der Heilig-Geist-Kirche auf.

Musik ist ein Kulturgut. Und Musik verbindet. Mit diesen Sätzen und mit diesem Motto wirbt die katholische Kirchengemeinde für ein Konzert, an dem sich am kommenden Samstag, 12. Oktober, um 18.30 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche die insgesamt sieben Musikgruppen, Chöre und Bands, die es in der Kirchengemeinde gibt, beteiligen werden.

Neuauflage einer guten Idee

Wem das Motto „Musik verbindet“ bekannt vorkommt, täuscht sich nicht. Im Oktober 2012 nämlich fand die Erstauflage dieses Konzerts statt, mit derselben Idee, die Vielfalt der Kirchenmusik in der katholischen Gemeinde Giengens vor größerem Publikum zu präsentieren. Die Idee kam an, die Kirchenbänke waren vor sieben Jahren voll besetzt.

Gleiches hofft man seitens der Kirchengemeinde natürlich auch für die Neuauflage des Konzerts am kommenden Samstag. „Seit 2012 hat sich einiges geändert, aber viele Musiker von damals sind auch jetzt noch dabei“, sagte Rudolf Boemer, Sprecher der Gemeinde. Veränderungen gab es zum einen in der musikalischen Landschaft der Gemeinde. So wurde aus dem ehemaligen Gospelchor die „Voices of Harmony“, die ehemalige „Band unter der Taube“ gibt es nicht mehr, neu gegründet wurde der Kinderchor.

Idee hat sofort gezündet

Unter den bestehenden Gruppen habe die Idee für die Neuauflage des Konzerts „sofort gezündet“, sagte Boemer. Die Zuhörer dürfen sich auf eine große musikalische Bandbreite freuen: „Jede der Gruppen hat ihr eigenes Repertoire“, so Boemer. Die musikalische Gesamtleitung des Abends liegt in Händen von Organistin Julia Schmid.

Eine große Bandbreite wird es nicht nur bei den musikalischen Beiträgen geben, die vom klassischen Kirchenlied bis zu Gospel und neueren Songs gehen, sondern auch beim Lebensalter der rund 80 teilnehmenden Sänger und Musiker, das von neun Jahren bis zu über 70 Jahren reichen wird. Zum Teil bestehen die Ensembles auch schon sehr lange. Allein die Band Getsemane hat bereits vor weit mehr als 30 Jahren Jugendgottesdienste begleitet, die Musiker sind damit fast schon Veteranen der Kirchenmusik.

An diesem Abend soll ganz und gar die Musik im Mittelpunkt stehen, die große Kirchenpolitik, die ja auch der katholischen Kirche zuletzt viel Kritik eingebracht hat, bleibt außen vor und war auch nicht Anlass für das Konzert.

Laut Rudolf Boemer zählt die katholische Gemeinde in Giengen aktuell rund 5200 Mitglieder verschiedenster Nationalitäten, von denen viele allerdings nur sporadisch am Gemeindeleben teilnehmen. Seit Jahren wird auch eine stattliche Zahl von Kirchenaustritten verzeichnet, rund 40 sind es pro Jahr. Sorge macht laut Boemer auch, dass der Zahl von rund 45 Taufen jährlich rund 90 Sterbefälle gegenüberstehen.

All dies soll jetzt am Samstag im Hintergrund bleiben, die Gemeinde will ihre bestehende Vielfalt zeigen, die Musik soll verbinden. Nach der Begrüßung von Dr. Gregor Polifke, dem zweiten Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, wird die Band Rückenwind den Auftakt machen, gefolgt von sechs weiteren Ensembles, Bands und Gruppen. Geplant ist ein großes gemeinsames Finale mit zwei Songs, die von Daniel Abramowsky arrangiert wurden.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, um Spenden für die Kirchenmusik wird gebeten. Auch machen die Musikgruppen Werbung in eigener Sache: Wer sich von einer der Bands und Chöre angesprochen fühlt und selbst gern mitmachen möchte, wird ausdrücklich aufgefordert, mit den Teilnehmern von „Musik verbindet“ Kontakt aufzunehmen.