Giengen / Von Dieter Reichl Die Hangsicherung in Hürben erfordert neuerdings regelmäßigen Arbeitseinsatz, zudem besteht Nachholbedarf bei der Baumpflege.

Bäume erfreuen das Auge und prägen – wie zum Beispiel in der Planie – auch in Giengen das Stadtbild. Allerdings muss aus Gründen der Sicherheit stets ein kritisches Auge auf sie geworfen werden, damit es zu keinen Unfällen durch herabfallende Äste kommen kann.

Der Haushaltsposten „Park- und Gartenanlagen“ wird in diesem Jahr mit deutlich mehr Geld ausgestattet als zuvor. Waren es 2018 noch 10000 Euro, werden in diesem Jahr 50000 Euro eingestellt. Diese deutliche Ausgabensteigerung hat mehrere Gründe.

Baumpflege vernachlässigt

Die Ergebnisse von Baumkontrollen sind eindeutig: „Die Baumpflege haben wir vernachlässigt, dort besteht Nachholbedarf“ sagte Tiefbauamtsleiter Alexander Fuchs. Und um Totholz oder morsche Äste entfernen zu können, wird ein Hubsteiger eingesetzt, der für die Stadtgärtnerei ausgeliehen werden muss. „Wir haben keinen eigenen“, so Fuchs, „ein eigener lohnt sich für uns nicht.“ 3500 Euro sind hierfür eingerechnet.

Auch wird bei ganz großen Bäumen Fremdpersonal benötigt. Die Baumpflege insgesamt kommt auf Ausgaben von 15000 Euro in diesem Jahr.

Fremdleistungen an örtliche Gärtner werden auch vergeben bei der Grünpflege, also wenn in den Frühlingswochen im Mai und Juni das Gras auf den städtischen Grünflächen extrem wächst. Für die Abdeckung in diesen Spitzenzeiten werden 7500 Euro eingeplant.

Weitere Ausgaben in Höhe von 17000 Euro sind vorgesehen für den Teilort Hürben. Dort hatte es 2016 einen Steinschlag gegeben. Zu einem Felssturz auf die Straße kam es nur deswegen nicht, weil damals ein Maschendrahtzaun den Felsen aufgehalten hat.

2017 erfolgte die aufwendige Hangsicherung oberhalb der Hürbener Ortsdurchfahrt. Damit verbunden war auch ein Freiräumen des Hangs von allzu üppigem Grünbewuchs. Im Zusammenhang mit der Hangsicherung wurde zudem ein Gutachten erstellt. Dieses fordert Sicherungsarbeiten am Hang alle zwei Jahre, damit dieser von Büschen und Bäumen frei bleibt. 2019 sind diese Arbeiten wieder fällig.

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Größter Einschnitt am Memminger Torplatz

Die auffälligste Baumfällung der jüngeren Vergangenheit war vor gut einem Jahr sicher die am Memminger Torplatz, als die markanten Kastanien wegen ihres schlechten Zustands fielen. Auch dieses Jahr wurden schon markante Bäume gefällt: eine Winterlinde am Friedhof Hohenmemmingen und eine Kastanie in der Planie bei der Schranne.