Was den Entwurf für ein neues Logo der Stadt Giengen betrifft, regt sich auch bei mir Widerspruch, was ja auch bei einigen Stadträten der Fall war. Meinem früheren Chef Karl-Heinz Friedrich muss ich da Recht geben, wenn er feststellt, dass es keine Notwendigkeit für ein neues Logo, Signet oder modern „corporate design“ gibt.

Das bisherige Logo ist als Markenzeichen, und um was anderes handelt es sich nicht, bislang bestens eingeführt. Es zeigt wesentliche Identifikationsmerkmale wie Wappen, Stadtfarben und Schwung in geschlossener Form.

Diese Merkmale vermisse ich im leider vom Stadtrat abgesegneten neuen Entwurf.

Dieser wirkt insgesamt wenig in sich geschlossen. Die einzelnen Zeichen und die Schrift harmonieren nicht und ergeben keine logische, also klare Einheit. Überhaupt erschließen sich die drei Wellen für Außenstehende nicht als der Zusatz „an der Brenz“. Für den gelben Bogen gilt dasselbe.

Der Hammer aber ist die Beschneidung des Einhorns. Seien wir doch stolz darauf, dass und Kaiser Barbarossa ein ganzes Einhorn verliehen hat. Also, halbe Sachen sind kein gutes Markenzeichen und ergeben kein gutes Unternehmenserscheinungsbild (=corporate design).

So gesehen scheinen die neuen Darstellungsversuche nicht überzeugend und die Ausgaben nicht wert. Wenn schon was Neues, dann bitte überzeugender!

Otto Hess, Hermaringen