Im Zusammenhang mit dem Artikel über die Ferienaufenthalte der Tschernobyl-Kinder möchte ich anfügen, dass es in Giengen über Jahre hinweg das grosse Verdienst von Dietlinde Hanke war (später dann des Ehepaares Fleischmann), dass die Kinder hier gut aufgehoben waren und sich erholen konnten. Es war Frau Hanke, die mit immer neuem Enthusiasmus und nicht nachlassendem Engagement Gasteltern suchte und betreute; ein Helferteam organisierte, das während der Tage im evangelischen Gemeindezentrum in Giengen und im Freizeitheim in Ochsenberg kochte, die Kinder bediente, den Abwasch machte; Zahnärzte und Augenoptiker dazu brachte, notwendige Zahnreparaturen und/oder Brillenprobleme kostenlos oder kostengünstig zu beheben; Giengener Geschäftsleute um Sachspenden, z. B. dringend benötigte Schuhe oder Bekleidung oder auch Spielsachen, erfolgreich zu bitten. Unvergessen, mit welchem Gepäck die Kinder die Heimreise antreten konnten.

Sogar Reisen organisiert

Jedes Jahr durfte außer einem Kind immer auch eine der beiden Betreuungskräfte bei Familie Hanke wohnen. Und ein- oder zweimal organisierte sie mit ihrem Mann zusammen eine Reise in die Gegend, aus der die Kinder kamen.

Großes Bedauern über die Einstellung

Dass von der weißrussischen Politik mehr und mehr Schwierigkeiten in den Weg gelegt und schließlich die so dringend notwendigen Erholungsreisen für die Kinder ganz eingestellt wurden, hat hier niemand verstanden und alle Beteiligten mit großem Bedauern erfüllt."

Pauline Gerold, Giengen