Öffnet die Schulen! Kinder und Jugendliche sind das Beste, was wir haben. Wie unser Staat aktuell mit ihnen umgeht, halte ich für verantwortungslos und fahrlässig.

Seit Monaten werden ihnen auf unbestimmte Zeit der Schulbesuch, die Teilnahme am Sportverein und weitere sinnvolle Freizeitaktivitäten verweigert. Wie die Familien damit klarkommen, interessiert nicht. Einige Schüler sind längst abgehängt – insbesondere solche, die zu Hause weniger optimale Verhältnisse vorfinden.

Mangels sinnvoller Beschäftigung steigt der digitale Medienkonsum exorbitant. Kein Wunder, das scheint eins der wenigen Dinge, die wir unserer jüngeren Generation noch zu bieten haben. Deutschland hatte mal den Anspruch, in Sachen Bildung ganz vorne mitzumischen. Heute haben manche Jugendliche statt Schulbesuch mehrere Stunden digitale Ballerei hinter sich, wenn sie ins Bett gehen.

Die Frage, wie es um die seelische Gesundheit unserer Kinder bestellt ist, findet keine Beachtung. Dabei sollte es unsere selbstverständliche Aufgabe sein, ihnen eine Umgebung zu bieten, in denen sie bildungsbiografisch und entwicklungspsychologisch optimale Voraussetzungen vorfinden. Dass Kinder in Deutschland einen so niedrigen Stellenwert besitzen und wir hier nichts Besseres für sie hinkriegen als den aktuellen Status quo, ist beschämend.

Der Schutz unserer Gesundheit ist ein hohes Gut. Schüler, die das Schulhaus betreten, werden zweimal pro Woche getestet. Wer positiv ist, geht umgehend nach Hause. Zudem tragen alle am Schulleben Beteiligte Masken.

Wir haben als Gesellschaft unsere Kinder zu schützen vor Vernachlässigung, Isolation und Bildungsverfall. Macht die Schulen auf. Im Regelbetrieb für alle Kinder. Dauerhaft. Ab Montag!

Raphaela Schmid, Giengen