Giengen / tog Die Stadt Giengen plant nächste Schritte zur Umsetzung der Empfehlungen des Landes. Das betrifft nicht nur Kindergartenkinder. Der Überblick:

Seit dem 18. Mai bestand für Kindergärten in Baden-Württemberg die Möglichkeit, die Belegung schrittweise bis zu 50 Prozent des Regelbetriebes zu ermöglichen. Diese 50-Prozent-Regelung gilt nach der ab 10. Juni gültigen Corona-Verordnung vorerst bis zum 30. Juni.

„Die Stadt Giengen setzt dieses Konzept um und folgt dabei den Empfehlungen des Landes“, so Franziska Radinger, Leiterin des Amts für Bildung und Soziales: „Zusätzlich zu den Kindern mit Anspruch auf Notbetreuung haben die Kitas Kinder mit Förderbedarf und teilweise Vorschulkinder mitaufgenommen.“

Notbetreuung jeden Tag

Im nächsten Schritt dürfen nun Kinder mit Anspruch auf Notbetreuung die Kita täglich besuchen – auch dann, wenn ihre Erziehungsberechtigten nicht arbeiten. Ergänzend planen die Verantwortlichen eine Lösung für die Regelbetreuung aller Vorschulkinder.

Oberbürgermeister Dieter Henle zeigte sich erleichtert bezüglich der sich langsam entspannenden Situation: „Wir hoffen sehr, den Familien Ende Juni wieder den vollen Betrieb anbieten zu können – das Wohl der Kinder und Eltern in Giengen liegt uns sehr am Herzen!“

Elternbeiträge ab Mai

Nachdem sich die Kitas langsam in Richtung Normalbetrieb orientieren, werden auch erste Elternbeiträge wieder abgerechnet.

Im Monat Mai bezahlen Eltern die Betreuung ihrer Kinder an den Tagen, die sie tatsächlich genutzt haben; die Rechnungsgrundlage bildet ein fester Tagessatz. Eltern, deren Kinder die Einrichtungen von März bis Mai nicht besuchen konnten, bezahlen wie angekündigt keine Elternbeiträge. Im Juni erhalten die Eltern, deren Kinder die Einrichtung regulär besuchen können, dann erstmals wieder eine Rechnung über den normalen Monatsbeitrag.

Neues auch für Schulkinder

Die neue Corona-Verordnung für Schulen erlaubt nun wieder Betreuungsangebote für Kinder, die in der Schule eine Präsenzveranstaltung besuchen. Hierzu gehören die Angebote der Verlässlichen Grundschule und Flexiblen Nachmittagsbetreuung, daneben Horte an und außerhalb der Schule und der Ganztagesbetrieb.

Der Schulträger und die Schulen planen aktuell, alle Betreuungsangebote (außer Hausaufgaben, Sprach- und Lernhilfen) wieder zu starten und die Familien auf diese Weise weiter zu entlasten.

Die Angebote starten nach den Pfingstferien. Sie gelten allerdings nur für Schüler, die den Präsenzunterricht an der Schule besuchen, nicht für Kinder in der Notbetreuung.

Die Stadt Giengen bittet die Eltern, bei einem entsprechenden Betreuungsbedarf ihrer Kinder auf die jeweilige Schulleitung zuzugehen. Die Stadt wird in der kommenden Woche anhand der benötigten Zeitfenster in Abstimmung mit den Schulen ein ergänzendes Angebot bei Bedarf planen. „So können wir einen reibungslosen Ablauf garantieren“, kommentierte OB Dieter Henle die verbesserte Situation. „Wir freuen uns, mit dieser Lockerung der Normalität wieder ein Stück näher zu kommen.“

Am Montag beginnt in Baden-Württemberg die Schule wieder für alle Schüler – ausgedünnt und im Schichtbetrieb. Die wichtigsten Fragen und Antworten.