Unter dem Motto "Fair steht dir - fair handeln für Menschenrechte weltweit"– beschäftigt sich die noch bis 30. September laufende „Faire Woche“ mit menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und nachhaltigem Wirtschaften in der Textil-Lieferkette. Einen kleinen Beitrag dazu will mit einer originelle Idee auch die Giengener katholische Kirchengemeinde beitragen. Seit einigen Monaten bekommen die Neugetauften unter drei Jahren ein fair produziertes und gehandeltes farbenfrohes Lätzchen. Das Logo wurde von Kathrin Zirn entworfen mit einem Regenbogen und einer Taube passend zur Heilig-Geist-Gemeinde.

Teil der Fairtrade-Arbeit

Das Geschenk ist entstanden aus der Zusammenarbeit des Caritas-Ausschusses und der Fairtrade-Arbeit in der Kirchengemeinde. Es soll den Eltern und den Kindern Freude machen und die Verbundenheit zeigen. Und vielleicht kann es uns daran erinnern, dass beim Einkauf Einfluss auf die Arbeits- und Lebensbedingungen der Produzenten genommen werden kann.

Jedes einzelne Lätzchen, das an die Neugetauften ausgegeben wird, entsteht in vielen, kleinen Schritten und vom Bauern bis zur Näherin geben viele Menschen ihr Bestes, um die Lätzchen aus fair gehandeltem Baumwollstoff herzustellen. Damit werden Menschen unterstützt, damit sie einen gerechten Lohn für ihre Arbeit bekommen.

Schlimme Zustände in Fabriken

Der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch 2013 hat viele Menschen wachgerüttelt. Das große Unglück, bei dem über 1.100 Menschen starben, steht noch heute als Beispiel für die katastrophalen Zustände in den Fabriken der Textilindustrie. Einige positive Entwicklungen haben seitdem stattgefunden, doch noch immer gilt die Textil-Lieferkette als extrem anfällig für Menschenrechtsverletzungen und Umweltprobleme. Unbezahlte Überstunden, ein Lohn, der nicht zum Leben reicht und fristlose Kündigungen sind nur ein Teil der Problematik. Schnell wechselnde Kollektionen und Modetrends, niedrige Preise und Fast Fashion kommen hinzu. Mit der fairen Woche und dem Motto soll darauf aufmerksam gemacht werden.