Überraschend gut besucht war am Sonntag die Gemeindefeier, zu der die Katholische Kirchengemeinde Giengen in die Walter-Schmid-Halle eingeladen hatte. Natürlich lag es in erster Linie an den vielen Familien mit ihren Kindern, die gleich zu Beginn ihren Auftritt hatten. Es wuselte nur so auf der Bühne, als die Kinder aus den Kindertagesstätten St. Martin und St. Michael mit ihren Betreuerinnen lauthals ihre Lieder zum Besten gaben. Und wie immer, der ganze Saal war bei den Mitmachliedern in Bewegung. Silvia Bäuerle und Elisabeth Keck moderierten in bestechender Form den Nachmittag und hatten immer die richtigen Worte zum Ablauf parat.

Personelle Veränderungen

Dr. Gregor Polifke, gewählter Vorsitzender des Kirchengemeinderates, war dann auch in seiner Ansprache über den zahlreichen Besuch angetan. In seinem Rückblick auf die Coronajahre mit ausgefallenen Gemeindefeiern ging Polifke besonders auf die personellen Veränderungen und die gemeinschaftlich geleistete Arbeit um das Zusammenleben ein. „Pfarrer Reiner Stadlbauer wurde nach Rechberghausen verabschiedet, Pfarrer Mathias Michaelis konnten wir 2021 in einer Investitur begrüßen“, berichtete der Sprecher und erwähnte den Eintritt in den Ruhestand von Mesner und Hausmeister Peter Werner. Dessen Leistungen werden sehr vermisst, großer Dank mit Beifall war ihm sicher. Julia Kohler als Kirchenmusikerin zog es im neuen Amt als Bezirkskantorin nach Tauberbischofsheim. „In beiden Fällen sind wir in den Bewerbungsverfahren und Suchaktionen noch nicht fündig geworden“, so Gregor Polifke, wobei die Gemeinde hofft, dass die Stellen doch irgendwann bald wieder besetzt sind. Interessenten können sich an das Pfarramt wenden. „Was in den Coronajahren in den vielen Diensten und Gruppen geleistet wurde, das zollt höchsten Respekt“, war sich der Sprecher bewusst und verwies auf die temporären neuen Leitungen beim Kinderchor, beim Jugendchor und beim Kirchenchor sowie auf den Einsatz bei den ehrenamtlich gestalteten Gottesdienste und Liturgien. Dazu gehören die Sonntagabend-Gottesdienste.

Besondere Anstrengungen

Das Engagement im Caritasdienst, in der Senioren-, Hospiz- und Jugend/Familienarbeit waren von besonderen Anstrengungen gekennzeichnet. „Im bereits begonnenen Jahr können wir auf den Ausbau der ökumenischen Hospizarbeit verweisen und das 45jährige Bestehen des Jugendförderkreises mit Jugendstiftung feiern“, so Dr. Polifke. Mit den Mitteln dieser Institutionen ist die Teilzeit-Anstellung des Jugendreferenten gesichert. Die Orgel in der Heilig-Geist-Kirche befindet sich derzeit in der Sanierung, diese soll gegen Ostern 2023 abgeschlossen sein. „Ein Schwerpunkt im laufenden und in den kommenden Jahren wird sein, die haupt- und ehrenamtlichen Dienste zu erhalten, zu erneuern und zu stärken“, damit gab der Sprecher die Richtung vor. Dazu besteht die Hoffnung, neue Mitglieder aus der Gemeinde für die Mitarbeit zu gewinnen und zu begeistern.

Kinder kamen auf ihre Kosten

Mit der Geschichte des „Tomte Tummetott“ von Astrid Lindgren in Bild und Wort gelang es Susanne Werner, die vielen Kinder und auch die Erwachsenen zu begeistern. Auf jeden Fall verfolgte die Kinderhorde die spannende Geschichte des Wichtels, der die schlafenden Menschen und Tiere auf einem winterlichen Bauernhof bewacht und ihnen leise vom Frühling erzählt, der bald kommen wird. Jugendreferent Robert Werner stellte mit Unterstützung der Ministranten, der St. Georgs-Pfadfinder und Jungkolping die aktuelle Jugendarbeit vor. „In der Zeitenwende läuft vieles anders als gewohnt, es fehlen auch leider Antworten in den Anforderungen und Aufgaben in der von Veränderung geprägten Jugendarbeit“, brachte Robert Werner kritisch zum Ausdruck.

Cheerleaders zu Gast

Pastoralreferent Thomas Haselbauer ergriff in Vertretung des erkrankten Pfarrer Mathias Michaelis das geistliche Wort und verglich darin ein kindlich spannendes Verhalten zu einem Spielzeug mit den Erfordernissen eines Aufbruchs zum Neuen, zu notwendigen Anpassungen und zu einem realen Leben der Gesellschaft und Gemeinschaft.

Als Gäste brachten die „Cheerleaders Joy of Life“ von der Sportgemeinschaft Niederstotzingen mit ihrem spritzigen Tanz noch einmal Bewegung in den Saal. Der mit Spannung erwartete Rückblick in Bild und Ton auf die zurückliegenden Jahre 2020 bis 2022 erfüllte alle Erwartungen. Hans Moll hat die Ereignisse, Feiern und Gottesdienste in einer tiefgehenden Präsentation auf der Leinwand Revue passieren lassen.

Giengen