Giengen / Marc Hosinner Ein Kommentar von Marc Hosinner zum Bau eines Brauhauses, eines Hotels und Wohnungen im Zentrum.

Wenn das kein Paukenschlag ist: Zwei erfolgreiche Ulmer Geschäftsmänner wollen ein Filetstück in Giengens Mitte komplett neu gestalten. Nicht im Kleinformat, sondern mit ambitionierten Zielen und der Ankündigung, bis zu 20 Millionen Euro in die Hand nehmen zu wollen. Was für eine positive Nachricht!

Ein Brauhaus Marke Barfüßer in Giengen, an das ein Hotel angegliedert ist und obendrauf noch Wohnungen? All das hört sich höchst spannend an und fast zu schön um wahr zu sein. Es würde der Stadt den Frequenzbringer schlechthin ins Zentrum bringen, der dringend nötig ist.

Träumereien der Investoren aus Ulm sind das sicher nicht, denn sowohl der Großgastronom Riedmüller als auch der Immobilienexperte Munk haben andernorts bewiesen, dass das Konzept und damit auch das Geschäft aufgeht.

Das neue Lamm-Areal kann bei Realisierung der Pläne der große Wurf für Giengen werden, den die Spitze im Rathaus durch ihre Hartnäckigkeit und der Gemeinderat durch seine Weichenstellung dann mit ermöglicht hätten.

Der Zeitplan fürs Vorhaben scheint perfekt gewählt: Denn auch im direkten Umfeld stehen mit der Neugestaltung des Rathausplatzes und dem von der Stadt geplanten Haus der Bildung schräg gegenüber des Lamms Veränderungen an. So fügt sich eins ins andere.

In nicht allzu ferner Zukunft könnte sich Giengens Mitte neu und deutlich aufgewertet präsentieren. Natürlich wird das zuvor Abbrüche, Baulärm und Beeinträchtigungen mit sich bringen. Aber letztlich zählt das Ergebnis.