Burgberg / Marc Hosinner Service für die Bürger: Wer Medikamente braucht, kann ab jetzt sein Rezept in einen Briefkasten werfen und wird dann beliefert.

Einer Initiative des Burgberger Stadtrats Olaf Holzer folgt nun die Einrichtung einer Rezeptsammelstelle in Burgberg. Kürzlich berichteten die Stadträte Olaf Holzer (CDU), Heike Euent (Grüne) und Klaus Kälble (SPD) ihrem Oberbürgermeister den Stand der Dinge. Bereits im Oktober 2019 hatte das Projektteam Apotheken in Giengen und Herbrechtingen kontaktiert, um zu klären, ob sie den Betrieb einer Rezeptsammelstelle unterstützen würden.

Alle Apotheken waren interessiert. Einem ersten Gespräch mit der Landesapothekerkammer folgte im November 2019 der schriftliche Antrag durch die Stadt Giengen zur Einrichtung von Rezeptsammelstellen in Burgberg und Hürben. Im Februar 2020 genehmigte die Landesapothekerkammer eine Rezeptsammelstelle in Burgberg. Hürben erhielt leider keine Genehmigung: Der Teilort liege zu nahe an der nächsten Apotheke.

„Immerhin ein Teilerfolg“, kommentierte OB Henle. Jetzt kann der „Apotheker-Briefkasten“ am Gebäude der Bäckerei Walliser in der Weilerstraße genutzt werden.„Die Rezeptsammelstelle bringt den Bürgern in Sachen Gesundheit deutlich mehr Komfort. Wer ein Arzneimittel braucht, wirft sein Rezept ein, die zuständige Apotheke versucht, noch direkt am gleichen Tag nach Hause zu liefern und kassiert vor Ort.“

Welche Apotheke zuständig ist, verrät eine am Briefkasten eingesteckte Karte. Der Rezeptkasten wird von Montag bis Samstag geleert, die Lieferungen erfolgen ebenfalls montags bis samstags. Folgende Apotheken beteiligen sich: Brücken-Apotheke Giengen, Engel-Apotheke Giengen, Giengener Bärenapotheke, Adler-Apotheke Herbrechtingen und Brenz-Apotheke Herbrechtingen.

Auf ein enormes Echo im Landkreis stößt die Initiative, Schnapsreste zu sammeln, um daraus benötigte Schutzflüssigkeit herzustellen.

Geplant war ein solcher Verkaufsautomat in Bolheim schon länger, die Corona-Krise hat die Umsetzung jedoch beschleunigt.