Giengen / Dieter Reichl Die beiden Sorgenkinder unter den Giengener Schulen, also die Grundschulen in Hürben und Burgberg, weisen für die kommenden Jahre positive Schülerzahlen auf.

Die beiden Sorgenkinder unter den Giengener Schulen, die Grundschulen in Hürben und Burgberg, befinden sich für die kommenden Jahre auf einem guten Weg mit ausreichend stabilen Schülerzahlen. Dies nahmen die Gemeinderäte erfreut zur Kenntnis, als in der vergangenen Sitzung die Fortschreibung des Entwicklungsplans für die Grundschule Burgberg vorgelegt wurde.

Zur Erinnerung: Erst wenige Jahre liegt die Diskussion zurück, in der darüber nachgedacht wurde, ob angesichts niedriger Schülerzahlen die Schulen in bisheriger Form weitergeführt werden können.

Ausreichend hohe Schülerzahlen

Dies ist für die kommenden Jahre vom Tisch. In Hürben befinden sich laut Verwaltung die Schülerzahlen auch bei der mittelfristigen Vorausberechnung auf stabilem Niveau, es seien keine gravierenden Schwankungen zu erwarten. Die Zahlen bewegen sich bis 2024 zwischen 24 und 30 Schülern, es gibt zwei Klassen. Alle Vorschulkinder des Kindergartens seien an der Grundschule angemeldet worden. Eine weitere Nachfrage für die Schule erwartet die Verwaltung durch die Ausweisung von weiteren acht bis elf Bauplätzen im Wohngebiet „Westliches Bühlfeld“.

Was die Grundschule Burgberg betrifft: Dort hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die zur Stärkung und dem dauerhaften Erhalt des Standorts dienen soll. Erklärtes Ziel war, Umschulungsanträge zu reduzieren. Dies ist laut OB Henle auch gelungen, lediglich zwei Schüler aus Burgberg und einer aus Hürben würde an die Gemeinschaftsschule wechseln. Die aktuellen Anmeldezahlen – für das kommende Schuljahr 14 Kinder – zeigen laut Verwaltung, dass die Anstrengungen von Lehrern, Eltern, Schulträgern und Förderverein Früchte tragen. Das Engagement des Fördervereins sei ausdrücklich zu begrüßen, sagte Henle. Insgesamt soll die Zahl der Schüler an der Grundschule Burgberg von zuletzt 19 im kommenden Schuljahr auf 28 und in den Folgejahren auf bis zu über 50 Schülern steigen. Damit liegt die Schule ab kommendem Jahr mit 28 Schülern auch wieder über der vom Gemeinderat gesetzten Grenze von 24 Kindern liegen.

Lob der kleinen Schulen

Die Stadträte nahmen die aktuellen Entwicklungen zufrieden zur Kenntnis. Karin Häußler sagte, man habe gemeinsam viel erreicht, indem beide Standorte für die Grundschulen gehalten werden könnten, ihre Hürbener Kollegin Monika Albrecht-Groß ergänzte, dass an den Schulen in Hürben wie auch in Burgberg gute Arbeit geleistet werde. Michael Bender sagte, der gemeinsame Kraftakt von Eltern, Lehrern und Elternvertretern habe zum Erfolg geführt. Wilhelm Oszfolk lobte, der Förderverein in Burgberg sei das Rückgrat der Schule, das sei eine „super Leistung“. Elisabeth Diemer-Bosch sagte, man trete dem Vorurteil entgegen, dass eine kleine Schule „nix bringe“. Vor allem in Sachen Sozialkompetenz hätten diese ihre Stärken. OB Henle hatte zuvor dargestellt, dass die Grundschulen ein essenzieller Bestandteil des Dorflebens seien. Speziell in Burgberg sei die Durststrecke der letzten vier Jahre beendet. „Wir sehen uns auf unserem Weg bestätigt“, sagte er.

Ganztagesangebot wichtig

In der Sitzung hatte die kommissarische Schulleiterin der Burgberger Grundschule, Sabine Mader-Betzholz, die Gelegenheit, die Schule, die Konzeption und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern genauer vorzustellen, und stellte das Leben an der Schule unter das Motto „Wir bewegen uns“. Ausdrücklich betonte sie den Wert des Ganztagesangebots, das stark nachgefragt sei. Allerdings habe sie die Sorge, ob dieses Betreuungsangebot über eine gesamte Grundschulzeit von vier Jahren durch den Förderverein aufrecht erhalten werden könne. Hier sei Unterstützung durch die Stadt gefragt.