Giengen / tog Giengen rüstet sich für den nächsten Schritt zurück in die Normalität. Wie der Schulalltag an den Grundschlen ablaufen soll und warum Eltern das Angebot auch ablehnen können:

Die Rückkehr zum Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen in Grundschulen wird von der Stadt Giengen begrüßt. „Wir freuen uns sehr, dass ab 29. Juni der Unterricht und die Angebote im Ganztages- und Hortbetrieb wieder gewährleistet sind“, kommentierte Oberbürgermeister Dieter Henle die Landesentscheidung.

Auf Grundlage dieser Entscheidung erhalten ab 29. Juni alle Grundschüler wieder Präsenzunterricht, gleichzeitig entfällt die Notbetreuung. Unterrichtet werden die Fächer Deutsch, Mathematik und Sachkunde. Unterrichtsbeginn und Pausen finden zeitversetzt statt.

Kein Vermischen in den Pausen

„Die Maßnahmen sollen aus Infektionsschutzgründen das regelmäßige Zusammentreffen fester Gruppen gewährleisten“, erklärte Franziska Radinger, Amtsleiterin Bildung und Soziales. „Auch in den Pausen sollen die Kinder in ihren Gruppen bleiben und sich nicht mit anderen Kindern mischen. Entsprechendes gilt für die zugehörigen Lehrkräfte. Das Abstandsgebot für die Kinder wird aufgehoben, bleibt aber weiterhin eine Empfehlung.“

Die Eltern müssen bestätigen, dass ihre Kinder symptomfrei sind und in den letzten 14 Tagen keinen Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Zudem verpflichten sie sich, bei einem auftretenden Kontakt mit einer infizierten Person die Schule umgehend zu informieren.

Alternative Fernlernangebot

Bis Schuljahrsende finden keine schriftlichen Klassenarbeiten und Tests statt. OB Henle betont aber auch: „Verpflichtend ist das Angebot nicht: Eltern, die nicht möchten, dass ihr Kind am Präsenzunterricht teilnimmt – auch wegen einer möglichen Vorerkrankung – können das der Schule formlos mitteilen. Für diese Kinder gibt es weiterhin ein Fernlernangebot: Dafür zuständig sind Lehrkräfte, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können.“

Auch in der Zeit bis zur allgemeinen Grundschulöffnung möchte die Stadt Giengen eine möglichst gute Betreuung in den Schulen gewährleisten, die Möglichkeiten seien allerdings noch eingeschränkt. Anspruch auf Notbetreuung hätten nur Kinder, deren Erziehungsberechtigte eine berufliche Präsenzpflicht außerhalb der Wohnung haben. Betreuung im Rahmen der Verlässlichen Grundschule gebe es nur bei Präsenzunterricht; die dort verkürzten Unterrichtszeiten könne sie aus Kapazitätsgründen nicht ausgleichen.

Wenn sich Kinder auf Deutsch und Mathe freuen So läuft es an Giengener Schulen seit Ferienende

Schluss mit Schule von zu Hause aus: Ein Teil der Schüler, die bisher im eigenen Zimmer oder am Esstisch am PC lernen mussten, durfte in Giengen und den Teilorten Anfang der Woche wieder zurück ins Klassenzimmer. Andere müssen sich noch bis nächsten Montag gedulden. Stellt sich unter anderem die Frage: Funktioniert das Schichtmodell?

Ab dem 29. Juni können alle Grundschulkinder in Baden-Württemberg den Unterricht wieder regelmäßig besuchen – unter Auflagen.