Oberbürgermeister Dieter Henle begrüßt die Lockerungen des Landes im Rahmen des Stufenplans. Wie auch der Städte- und Gemeindetag forderte er, dass die Maßnahmen der Corona-Verordnungen sowie die dort verankerten Öffnungsschritte der Bevölkerung vermittelbar bleiben müssten. „Hierfür ist es dringend erforderlich, das unterschiedliche Infektionsrisiko bei Angeboten im Freien und in geschlossenen Räumen zu bewerten.“

Erhebliche Akzeptanzprobleme

Etwa im Zusammenhang mit dem Bergbad sei die Testpflicht „mit verständlichen erheblichen Akzeptanzproblemen in der Bürgerschaft verbunden.“ Schwierig erscheint Henle vor diesem Hintergrund die in der neuen Verordnung vom 4. Juni veröffentlichte Regelung, dass ein Zugang ohne tagesaktuellen Test zu Freibädern erst bei einer Inzidenz unter 35 möglich ist. „Hier kann man sich des Eindrucks, dass sich die Verantwortlichen der Freiheit der Mitbürgerinnen und Mitbürger‚ bedienen’, kaum mehr erwehren“, so Henle.

„Eine bezogen auf die Fläche stark begrenzte Zahl von Menschen hält sich draußen auf, außer beim Schwimmen sind Abstand und Maske im direkten Kontakt Pflicht. Wie soll ich den Leuten klarmachen, dass der Test hier wirklich nötig ist?“

Es gebe mittlerweile zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse, dass bei Aktivitäten im Freien und niedriger Inzidenz auf den tagesaktuellen Schnelltest verzichtet werden kann. Dennoch, so Henle: „Ich bitte um Verständnis, dass wir die Tests bis zu einer entsprechenden Änderung der Landesverordnung einfordern müssen.“