Giengen / Marc Hosinner In Corona-Zeiten fallen die Sammlungen, bei denen Vereine von Haus zu Haus ziehen, aus. Abgabemöglichkeiten gibt es aber dennoch. Was in den Teilorten praktiziert wird, könnte auch in Giengen selbst möglich werden.

Aufgrund der aktuellen Situation können die Altpapiersammlungen nicht wie sonst durch die Vereine vorgenommen werden. Deshalb bietet die Stadt in Zusammenarbeit mit den Vereinen sowie dem Kreisabfallwirtschaftsbetrieb in den Teilorten eine wohnortnahe Abgabemöglichkeit für Altpapier und Kartonagen an.

Das Papier muss dabei mit dem Auto zum Sammelplatz gebracht werden, wo die Vereinsmitglieder zum Parken einweisen. Dann wird dem Bürger gesagt, wo er sein Altpapier abladen beziehungsweise hinstellen kann. Danach übernimmt der Verein, indem die Mitglieder das Altpapier in den Container entsorgen.

Folgende Termine mit Abgabemöglichkeit finden im Mai statt:

16. Mai in Hürben von 8 bis 14 Uhr durch den Schwäbischen Albverein auf dem Parkplatz vor der Schule bzw. Halle; 16. Mai in Hohenmemmingen und Sachsenhausen von 8 bis 14 Uhr durch den RSV Hohenmemmingen am Sportplatz Schelmenberg; 23. Mai in Burgberg von 8 bis 14 Uhr durch die Gesang- und Theatervereinigung Burgberg am Sportplatz.

Das Thema Altpapier kam auch in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats zur Sprache. Stadträtin Christine Mack regte an, auch in der Kernstadt derlei wohnortnahe Abgabestellen einzurichten. Die Wege der Bürger aus der Nord- und Südstadt in den Wertstoffhof im Ried seien „ganz schön weit“. Sie regte, unterstützt durch ihren Fraktionskollegen Bernd Kluge, an, Abgabemöglichkeiten zu schaffen. Kluge verwies darauf, dass die Vereine das Geld, das sie auch durch solche zentralen Sammlungen bekommen, gebrauchen könnten.

Oberbürgermeister Dieter Henle meinte dazu: Man werde die Kernstadt nicht vergessen und sich Lösungen überlegen.

Stadtrat Jörg Bayer (CDU) bot an, in der Südstadt einen Sammelplatz zur Verfügung zu stellen.

Seit einem Monat finden keine Vereinssammlungen mehr statt und das Altpapier stapelt sich in den Kellern. Nun wurde eine Alternative geschaffen.