Giengen / Dieter Reichl Nach erster Bilanz über Verkehrsführung und neuem Parkkonzept plant die Verwaltung verschiedene Korrekturen wie etwa die Rücknahme der zehn Parkplätze direkt an der Stadtkirche.

Immerhin: Das seit einigen Monaten mögliche neue Parken direkt hinterm Rathaus wird von den Autofahrern und Besuchern der Innenstadt als „durchgehend positiv“ empfunden.

Dies sagte Oberbürgermeister Gerrit Elser bei einer ersten Bilanz über die neue Verkehrsführung mit dem Reichsstadtring und der Umsetzung des ebenfalls neuen Parkkonzepts für die Innenstadt. Insgesamt, so Elser, sei die Maßnahme bei vieler Kritik gut gelungen.

Es habe der Parksuchverkehr in der Innenstadt und der Durchgangsverkehr in der oberen Marktstraße deutlich abgenommen, als bevorzugter Parkplatz würden nicht länger diejenigen in der Marktstraße genutzt, sondern die hinter dem Rathaus. Dies habe sich umgedreht.

Neue Fahrtrichtung sinnvoll

Die jetzige Fahrtrichtung des Reichsstadtrings halte er nach wie vor für richtig und sinnvoll: der aus Kreisen des Gewerbe- und Handelsvereins geäußerte Wunsch, die Lange Straße von unten nach oben zu befahren, um das Tempo zu reduzieren und das Ried besser an die Innenstadt anzubinden, entspreche nicht dem Hauptverkehrsfluss.

Die meisten Innenstadtbesucher würden über die Waldhornkreuzung und die Obere Torstraße ins Zentrum fahren. Auch für die Nutzer des Stadtbusses sei die Fahrtrichtung sinnvoll, sie würden so nach innen zur Stadtmitte hin aussteigen.

Der Reichsstadtring sei im oberen Bereich, also dort wo es keinen Gegenverkehr gibt, vorfahrtsberechtigt, mit einer Ausnahme, nämlich der Einfahrt aus der Kirchgasse; nach der geplanten Ausweisung der Flächen dort als verkehrsberuhigter Bereich würde sich das ändern.

Nachbesserungen soll es dennoch geben, am sichtbarsten sicherlich direkt an der Stadtkirche. Die aus optischen Gründen zum Teil stark kritisierte Ausweisung der Parkplätze dort an der Südseite des Kirchengebäudes könnte wieder rückgängig gemacht werden. „Damit würde uns kein Zacken aus der Krone fallen“, sagte Elser.

Deutlichere Markierung

Die Motivation, die Plätze anzulegen, sei sicher gewesen, wegfallende Parkplätze zu ersetzen; aber mir den mittlerweile hinter dem Rathaus neu geschaffenen und der bevorstehenden Neugestaltung des Parkplatzes an der Oberen Torstraße sei es vorstellbar, darauf zu verzichten.

Allerdings seien die zehn Plätze stets gut belegt. Weitere Verbesserungen soll es geben bei der Beschilderung und den Markierungen auf den Parkflächen, weil die farbliche Unterscheidung des Pflasters, ob es sich um Parkplätze, um die Fahrbahn oder um Fußgängerbereiche handelt, vor allem bei Nässe schwierig ist. Abhilfe schaffen sollen dort silberne Nägel, die die Parkplätze deutlicher kennzeichnen.

Beschlüsse wurden nach dem Gemeinderatsrundgang keine gefasst, dies soll in der nächsten Sitzungsrunde erfolgen.