In diesen Tagen ging per Brief eine erneute Förderzusage des Landes für die Giengener Stadtmitte ein. Im Oktober 2021 hatte die Stadt beim Land für das Jahr 2022 eine Aufstockung des Förderrahmens um 1,5 Millionen Euro beantragt. Die Regel ist, dass bei solchen Förderrahmen das Land maximal 60 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt, den verbleibenden Rest trägt die Stadt. In diesem Fall ergibt sich daraus eine höchstmögliche Förderhöhe von 900.000 Euro.

„Auszeichnung unserer Strategie“

Oberbürgermeister Dieter Henle freute sich sehr über diese Unterstützung. „Wir bedanken uns herzlich beim Land Baden-Württemberg für das konstruktive Miteinander“, kommentierte er und ergänzte: „Die erneut vollumfängliche Förderzusage dürfen wir als Auszeichnung unserer durchgängigen städtebaulichen Strategie verstehen. Die zugesagten Mittel kommen insbesondere in den Bereichen Lamm-Areal, Untere Marktstraße mit Anlägle und Marktstraße 18-22 zum Einsatz.“

Die aktuelle Zusage reiht sich ein in bisherige Beteiligungen des Landes an den Maßnahmen der Stadt Giengen. Für die Innenstadt beträgt der Gesamtförderrahmen mittlerweile etwas mehr als 8 Millionen Euro, davon hat das Land gut 4,8 Millionen Euro übernommen.

Lob von den Landtagsabgeordneten

Grünen-Landtagsabgeordneter Martin Grath zur Förderung: „Damit setzen wir vor Ort um, was wir landesweit verfolgen: unsere Kommunen lebenswert zu erhalten und zukunftsfähig zu gestalten.“

Hinter der Städtebauförderung stecke auch ein ökologischer Gedanke der grün-geführten Landesregierung: „Für eine nachhaltige Baupolitik gilt für uns Grüne ‚Innenentwicklung vor Außenentwicklung‘.Die Städtebauförderung sei zudem ein Ausdruck einer weiteren wichtigen politischen Zielsetzung: die Stärkung der Kommunen angesichts des demografischen Wandels. „Im ländlichen Raum sind Ortskerne die Herzkammern vieler Gemeinden. Indem wir Leerstände beseitigen, Wohnraum modernisieren und Flächen für Bauvorhaben zugänglich machen, knüpfen wir an ein zentrales Vorhaben an - die Entwicklung und Stärkung der Quartiere für ein gutes Zusammenleben in Städten und auf dem Land“, so Grath.

SPD-Landtagsabgeordneter Andreas Stoch kommentierte: „Dass die 5,7 Millionen Euro Fördermittel gut angelegt sind, muss man hier im Kreis nicht lange erklären: Von den Vorhaben in Heidenheim, Giengen und Herbrechtingen bis zu den Plänen in Dischingen und Hermaringen reden wir über gute und sinnvolle Erneuerungen, die allen Einwohnerinnen und Einwohnern dienen. Umso dankbarer bin ich, dass es den örtlichen Abgeordneten möglich war, in vielen Schreiben und persönlichen Kontakten auch die Landesregierung zu überzeugen.“