Wegen der Corona-Pandemie musste das Fest zur offiziellen Einweihung und Segnung der Fahrzeuge mehrfach verschoben werden: Und so sind der Kommandowagen der Feuerwehr Giengen und der Gerätewagen Logistik der Abteilung Hohenmemmingen schon längst durch ihre Feuertaufe gegangen. Lediglich als „ganz neu“ stand gestern vor dem Feuerwehrhaus Hohenmemmingen ein spezieller Anhänger für Logistik, den künftig die Burgberger Feuerwehr im Ernstfall mitnimmt.

Viele Gäste

Die Zahl der Feuerwehrleute und der zivilen Gäste war groß, die sich am Montag in Hohenmemmingen versammelt haben. Mit dabei eine Abordnung der Feuerwehr Bühlertann, die Patenwehr der Hohenmemminger Florianihelfer ist. Unter Daniel Ratter spielte der Spielmannszug Giengen auf. Stadtkommandant Jürgen Vogt stand die Freude ins Gesicht geschrieben: „Ein ganz besonderer Tag für die Feuerwehr in unsrer Stadt und aber auch für ihre Bürger. Drei Einsatzmittel erhöhen die Schlagkraft.“ Dringend werde das alles gebraucht, wo doch Starkregen, Waldbrände oder besonders schwere Unfälle immer mehr zu neuen Herausforderungen würden. „Gemeinderat und Verwaltung liegen unsere Feuerwehren sehr am Herzen“, bekräftigte Oberbürgermeister Dieter Henle und fügte hinzu: „Jedes in Dienst gestellte neue Feuerwehrfahrzeug gehört vor dem Publikum vorgestellt. Coronabedingt mussten wir auf diesen großen Augenblick zwei Jahre warten.“ Jetzt aber sei der große Tag da: Jedes neue Fahrzeug oder Einsatzmittel trage dazu bei, Notsituationen zu beenden. Systematisch erfülle die Stadt die durch den Feuerwehrbedarfsplan angeregten Ersatzbeschaffungen.

Segen schützt nicht vor Unterbodenrost

Dezernent Michael Felgenhauer, der im Landratsamt für Sicherheit und Katastrophenschutz zuständig ist, nannte die Feuerwehren im Kreis Heidenheim „einen Glücksfall“. Hier seien Allroundhelfer aktiv, die jedwede Unterstützung verdient haben, um Menschen zu retten und deren Hab und Gut zu schützen.

Der evangelische Pfarrer Dr. Joachim Kummer nannte Feuerwehrleute Engel, „die uns alle schützen und die heute neue (rote) Flügel bekommen. Dieser Dienst geschieht zur Ehre Gottes.“ Sein katholischer Kollege Mathias Michaelis unterstrich bei der Fahrzeugsegnung: „Der Segen schützt nicht vor Unterbodenrost. Aber das Wasser des Lebens möge nie den Feuerwehrleuten in den roten Autos ausgehen und sie vor Schreckensbildern bewahren.“

Viele Glückwünsche

Die Glückwünsche der Feuerwehren des Landkreises und des Kreisfeuerwehrverbandes überbrachte Kreisbrandmeister Michael Zimmermann und sprach auch über Veränderungen bei der gegenseitigen Hilfe der Feuerwehren.

Der Vertriebschef Deutschland der Feuerwehrgerätefirma Ziegler, Hans Mayr, überreichte an Abteilungskommandant Martin Roth ein Bild, das aufgenommen wurde, als Giengens Wehr in Rendsburg beim Tochterunternehmen Ziegler ihren neuen Gerätewagen abholte.

Land ist finanziell nicht beteiligt


Üblicherweise bekommen Feuerwehren vom Land entsprechende Zuschüsse beim Kauf neuer Fahrzeuge. Nicht so jetzt in Giengen, wie Oberbürgermeister Dieter Henle bei der Fahrzeugweihe bemerkte: Der neue Kommandowagen kostet 61.000 Euro; der Gerätewagen Logistik auf Iveco-Fahrgestell 120.000 Euro. Der Geräteanhänger Logistik für die Wehr in Giengen wurde mit 25.000 Euro bezahlt. Letzterer verfügt sogar über eine Seilwinde und 500 Meter Schlauch in Rollcontainern. 2000 Meter Schlauch hat im Ernstfall der erwähnte Gerätewagen Logistik an Bord. Dieses Fahrzeug wie der Kommandowagen haben 180 PS unter der Haube.