Hohenmemmingen / Silja Kummer Hochzufrieden waren die Hohenmemminger Vereine mit dem Besuch ihres zweitägigen Dorffestes am Wochenende.

Generationengerechtigkeit ist ein modernes Schlagwort, in Städten bemüht man sich sehr, dieses Prädikat zu bekommen. In Hohenmemmingen funktioniert das noch ganz selbstverständlich: Jung und Alt packten gemeinsam mit an, um das zweitägige 21. Dorffest auf die Beine zu stellen. „Man würde wahrscheinlich keinen Senior finden, der bis nachts um 3 Bier ausschenkt“, meint Matthias Wiedenmann von der Landjugend. „Dafür standen wir morgens um 6 schon wieder da und haben aufgeräumt“, ergänzt Hans Bader lachend. Der frühere Stadtrat hat das Fest vor 40 Jahren mitinitiiert und ist bis heute aktiv dabei. Dass nun auch viele junge Hände mit anpacken bei der alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung, freut ihn besonders – das Dorffest lebt, könnte man sagen.

„Wir sind mehr als zufrieden mit dem Besucherzustrom“, sagt Stephanie Pflanz, Vorsitzende der Landjugend. Mehr Besucher als das Dorf Einwohner hat waren am Samstagabend im Giengener Teilort und feierten zu den Klängen von „Almdudler unplugged“ und „Reine und die Chipmanns“. Am Sonntag ging es mit Blasmusik weiter, die Altheimer Musikanten begleiteten den Gottesdienst, später stand der Musikverein Zöschingen auf der Bühne. Und natürlich durften die Hohenmemminger Goißlschnalzer und die fidelen Melkkübel im Programm nicht fehlen. Am Montag wird vollends abgebaut und die rund 150 Helfer aus dem Dorf lassen das Wochenende mit einem Helferfest ausklingen.