Klare Meinungsäußerung: Die Frage von Oberbürgermeister Dieter Henle beim Abschlussfest des diesjährigen Ferienprogramms der Stadt hinsichtlich der Zufriedenheit der Kinder wurde laut und deutlich mit „Ja“ beantwortet. Den Teilnehmern scheint also gefallen zu haben, was ihnen in den vergangenen Wochen geboten worden war. Selbstverständlich war das sicher nicht: „Es waren schon besondere Bedingungen“, sagt Marc Gerlach, der neue Leiter des Jugendhauses an der Spitalstraße. Das Angebot habe etwas kleiner ausfallen müssen als in den Jahren zuvor. „Oft konnten wir nur begrenzte Gruppengrößen anbieten, und auch mancher Kooperationspartner der vergangenen Jahre war diesmal wegen der Pandemie nicht dabei. Und es galt natürlich, besondere Regelungen zu treffen“, so Gerlach, der das Programm insgesamt als Erfolg wertet.

Die Höhepunkte waren das Geocaching im Gundelfinger Moos, Minigolf in Giengen, die Besichtigung der Burg Katzenstein. Besonders beliebt waren bei den Kindern das Wasserskifahren und ein Tag bei der Schäferei mit der Familie Stegmayer.

„Man hat den Kindern angemerkt, dass ihnen der Kontakt zu Gleichaltrigen in den Wochen vor den Ferien schon gefehlt hat. Manche Klassenkameraden, die sich zuvor wenig gesehen hatten, kamen zusammen zu einzelnen Angeboten und waren froh, Zeit miteinander verbringen zu können“, sagt der Jugendhausleiter.

Angesichts der Hygieneauflagen sei auf die Betreuer mehr Arbeit zugekommen. Die Kinder allerdings, so Gerlach, hätten die Regeln ziemlich gut umgesetzt und beispielsweise das Tragen eines Mundschutzes, wo nötig, verinnerlicht.

„Die Zahl von 100 Teilnehmern spricht ganz klar für ein sehr gutes Angebot“, so OB Dieter Henle bei seiner Stippvisite beim Abschlussfest am Freitagnachmittag. Er ziehe den Hut vor den Betreuern, die viel geleistet und das Programm umgesetzt hätten. Erfreut zeigte sich das Stadtoberhaupt nicht zuletzt über den Austausch mit Kindern und Jugendlichen aus der Partnerstadt Zeulenroda, die zu Beginn der Ferien in Giengen weilten. „Es war für alle eine tolle Möglichkeit, sich kennenzulernen. Wir werden vor allem den Austausch der Jugendlichen in den Partnerstädten künftig wieder mehr forcieren“, so Henle.

„Wir sehen uns sicher im nächsten Jahr. Aber dann hoffentlich ohne Maske“, so der OB.

Hohe Nachfrage bei allen Angeboten


Am Ferienprogramm der Stadt haben 100 Kinder teilgenommen. Die Angebote waren bunt gemischt von Basteln über Naturerkundungen und Museumsbesuche bis hin zu sportlichen Aktivitäten wie Wasserski und Tennis. Insgesamt waren es 46 Angebote.

16 Partner konnten gewonnen werden. Für fast alle Programmpunkte gab es wegen der Pandemie mehr Anmeldungen als Plätze, weil Gruppen verkleinert werden mussten. moh