Giengen / Silja Kummer Einen entspannten Nachmittag an der Brenz bot die städtische Tourist-Info den vielen Besuchern des 10. Giengener Entenrennens am Samstag.

Sonnenschein, ein lockerer Gewinnwettbewerb, der Kindern gut gefällt, Unterhaltung mit Musik und kulinarische Genüsse – die Giengener kennen sich einfach aus mit der Standardformel für gelungene Feste. Vielleicht ist deshalb nicht nur das Giengener Kinderfest etwas Besonderes, sondern man schafft es auch, eine eigentlich recht simple Idee – wir lassen Schwimmtiere den Fluss hinunterdümpeln – zu einem entspannten Ereignis für die ganze Familie zu machen. Am Samstag war Entenrennen und die zehnte Veranstaltung war genauso gelungen wie die neun davor.

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Dabei ist der organisatorische Aufwand, den die Mitarbeiterinnen der städtischen Tourist-Information unter Leitung von Ellen Weiß haben, nicht zu unterschätzen: Der Bestand an gelben Gummienten, rund 1000 Stück, muss gepflegt werden. Die Schwimmtierchen sind das Jahr über bei der Zimmerei Schlumpberger gelagert. Vor dem Entenrennen müssen sie gesichtet werden. „Jedes Jahr gehen ein paar Enten verloren“, berichtet Ellen Weiß, obwohl die Taucher die Brenz nach der Aktion absuchen. Aber Verstecke am Ufer gibt es nun mal genügend, auch für Gummienten. Dann wird jede der fest nummerierten Enten einem Los zugeordnet, das die Teilnehmer im Vorfeld erwerben können. Rund 800 Teilnahmekarten waren in diesem Jahr im Umlauf, 70 Preise konnten für die Paten der schnellsten Enten vergeben werden.

Den Startschuss gab diesmal Gaby Streicher als Vertreterin von Oberbürgermeister Dieter Henle, denn dieser musste zeitgleich beim Hürbener Kinderfest „Rauchwolken verbreiten“, wie Streicher scherzhaft das Entzünden der Zunderplättchen beim Preistanzen nannte. Aus einer gelben Kiste, die an der Margarete-Steiff-Brücke über der Brenz schwebte, ergoss sich nach dem Countdown die Flut der Entchen in die Brenz. „Rennen“ ist eigentlich der falsche Begriff für den Wettbewerb, der damit begann: Im gemächlichen Spaziertempo, begleitet von vielen Zuschauern auf den Uferwegen der Brenz, dümpelten die Schwimmtiere flussabwärts, bis sie vor der übernächsten Brücke ins Ziel schwammen.

Wie beruhigend und entspannend das Spielen am und mit Wasser ist, weiß jeder, der Kinder hat oder selbst mal eines war. Dementsprechend war auch die Atmosphäre beim Entenrennen: Auch wenn vor allem die Kinder am Ende gespannt waren, ob „ihre“ Enten zu den Gewinnern gehörten, war der Nachmittag doch vor allem bestimmt vom Schlendern an der Brenz, kühlen Getränken auf den Steinstufen und Bierbänken vor der alten Stadtmauer, begleitet von den erdigen Klängen des „Brenztown Blues Club“ mit Sänger Michael Kneule.

Die Krönung des Nachmittags war dann für rund 20 Kinder, dass sie ihr eigenes Schwimmtier im Freestyle-Rennen die Brenz hinuntertreiben lassen durften. Dort siegten dann nicht die (zumindest in echt) hier auch heimischen Enten, sondern ein Flamingo, ein Delphin und ein Hai, die ansonsten glücklicherweise nicht in der Brenz anzutreffen sind.

Die Gewinner beim Entenrennen

Über den ersten Preis, einen Einkaufsgutschein für die Giengener Geschäfte des Gewerbe- und Handelsvereins, darf sich Dung Meissner (Giengen) freuen. Den zweiten Platz belegte die Ente von Henry Braun (Giengen), er bekommt einen Einkaufsgutschein von Obi. Manfred Hommel (Giengen) hat den dritten Preis, eine Armbanduhr, gewonnen. Alle Gewinner, die nicht vor Ort waren, werden benachrichtigt. Die Preise wurden von den Sponsoren des Wettbewerbs zur Verfügung gestellt.