Seit Freitagabend sucht die Polizei den 69 Jahre alten Rudolf Schmidt aus Giengen. Wie die Ermittlungen ergaben, sei der Mann letztmals am Freitag gegen 17.45 Uhr im Wohngebiet Giengener Südstadt gesehen worden, so die Polizei. Der 69-Jährige sei zu diesem Zeitpunkt zu Fuß unterwegs gewesen. Seither gibt es keine Spur von dem Mann. Die Angehörigen und die Polizei sorgen sich jetzt um seine Gesundheit und befürchten, dass ihm etwas zugestoßen sein könnte. Sie bitten um Mithilfe bei der Suche.

Der 69-jährige Rudolf Schmidt hat eine schlanke Statur, graue Haare und trägt eine Brille. Er ist mit einer Mütze mit sogenannten Ohrenklappen, einem schwarzen Anorak, einer schwarzen Hose und schwarzen Halbschuhen bekleidet. Rudolf Schmidt läuft leicht gebückt.

Die Polizei bittet um Hinweise und fragt:

  • Wer hat Rudolf Schmidt seit Freitagabend gesehen?
  • Wer weiß, wo sich der Mann aufhält?
  • Wer kann sonst Hinweise geben?

Hinweise bitte an die Polizei in Giengen unter der Telefon-Nr. 07322/96530

Die Suchaktion begann in der Nacht auf Samstag. Zahlreiche Rettungskräfte aus den umliegenden Städten und Gemeinden suchten nach dem vermissten Mann. Wie die DRK Kreisbereitschaftsleitung am Samstag auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, waren 166 Einsatzkräfte sowie 40 Flächensuchhunde, zwei Mantrailer und fünf Drohnen am späten Freitag auf der Suche nach dem Mann. Die Suche erstreckte sich auf das Gebiet der Giengener Südstadt. Trotz umgehend eingeleiteten Suchmaßnahmen sei die Suche gegen 6.30 Uhr am Samstag früh erfolglos abgebrochen worden, heißt es weiter.

Polizeihubschrauber im Einsatz

Wie die Polizei auf Nachfrage der HZ mitteilt, war am Sonntag ein Polizeihubschrauber im Einsatz um weiter nach dem vermissten Mann zu suchen. Dies war witterungsbedingt erst im Verlauf des Tages möglich, führte jedoch zu keinem Erfolg.

Hinweis führt Ermittler nach Hohenmemmingen

Einen wie die Ermittler glaubten entscheidenden Hinweis lieferte ein Zeuge aus Hohenmemmingen am Sonntag. Dieser hatte um 6.30 Uhr Barfußspuren an seiner Scheune entdeckt, die dort am Vorabend noch nicht zu sehen waren. Daraufhin versuchten Rettungshunde der Duftspur zu folgen sowie besonders die Bereiche abzusuchen, die vom Polizeihubschauer aus nicht gut einsehbar waren, so die Polizei. Dadurch verlagerte sich das Suchgebiet zwischenzeitlich um die Sporthalle in Hohenmemmingen. Doch leider führte auch diese Spur zu keinem Erfolg. Laut Aussage der Polizei gehe es nun darum, jene Orte abzusuchen, an denen man bei den aktuellen Witterungsverhältnissen bis zu 48 Stunden überleben könnte. Dabei wurde auch die Giengener Steinbruch-Höhle, auch bekannt als Bärenhöhle, auf dem Bruckersberg abgesucht, doch auch hier ohne Erfolg.

Am Sonntag wurde die Suche nach dem vermissten 69-Jährigen aus Giengen in Hohenmemmingen fortgesetzt. Auch Rettungshunde waren im Einsatz.
Am Sonntag wurde die Suche nach dem vermissten 69-Jährigen aus Giengen in Hohenmemmingen fortgesetzt. Auch Rettungshunde waren im Einsatz.
© Foto: Markus Brandhuber

Wie das DRK mitteilte, waren am Sonntag 54 Einsatzkräfte sowie 19 Flächensuchhunde, zwei Mantrailer und drei Drohnen auf der Suche nach dem Vermissten.