Was ist besonders gefragt in Giengen? Was möchten Sie gerne einkaufen, wo fehlt es aktuell? Das waren die Fragen einer Online-Umfrage der Stadtverwaltung von 23. November bis 14. Dezember. Die Bürgerinnen und Bürger sollten die fünf Sortimente nennen, die für sie in der Innenstadt am wichtigsten sind. 1595 Stimmen wurden abgegeben.

Das Ergebnis: Platz eins belegen Bekleidung und Wäsche für Damen, Herren, Kinder und Babys mit 12,5 Prozent der abgegebenen Stimmen. Dieses Sortiment ist teilweise in Giengen vorhanden: etwa im DRK „Kleiderglück“, in der Dal Boutique und auch bei Kik und Ernsting’s Family.

Drogerieartikel hoch bewertet

Haushaltswaren, Glas, Porzellan, Keramik, Geschenk- und Dekorationsartikel kamen mit 10,8 auf den zweiten, Drogeriewaren (Wasch- und Putzmittel, Hygiene, Körperpflege, Kosmetika, freiverkäufliche Arzneimittel und Parfümwaren) mit 7,1 Prozent auf den dritten Rang. In der Drogerie Müller in der Marktstraße sind viele dieser Artikel erhältlich.

Die hohe Bewertung in der Umfrage zeigt die Dringlichkeit, das Angebot auch nach dem Weggang des Drogeriemarktes in der Innenstadt zu erhalten. Auf den Plätzen vier bis sechs liegen Bücher (6,8 Prozent), Schuhe, Lederwaren und Accessoires (6,3 Prozent) sowie Papier- und Schreibwaren (5,9 Prozent).

Kleidung steht auf der Wunschliste der Giengener ganz oben. Blick in den Second-Hand-Laden "Kleiderglück" in der Marktstraße.
Kleidung steht auf der Wunschliste der Giengener ganz oben. Blick in den Second-Hand-Laden „Kleiderglück“ in der Marktstraße.
© Foto: Rudi Penk

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich danach Sportartikel (5,6 Prozent), Elektrokleingeräte und Unterhaltungselektronik (5,6 Prozent), Nahrungs- und Genussmittel (5,6 Prozent), Reformhauswaren (5,3 Prozent) und Spielwaren (5,0 Prozent). Nahrungs- und Genussmittel liefert gegenwärtig beispielsweise die Bäckerei Walliser und zukünftig auch der Supermetzger. Reformhauswaren sind teilweise im städtisch geförderten Unverpacktladen Lieblingseck erhältlich. Die Nachfrage nach Spielwaren deckt Spielwaren Wolff ab.

Manches nicht so wichtig

Schaut man die Rangliste von hinten an, finden sich dort Fotowaren/Fotogeräte, Zeitungen und Zeitschriften, Optik und Akustik, Sanitätswaren und Orthopädiebedarf, Kunst und Antiquitäten, Musikinstrumente/Musikalien und Apothekenprodukte mit je 0,3 Prozent bis 1,4 Prozent der Stimmen. „Das lässt auf einen tatsächlich geringeren Bedarf oder eine bereits gute Versorgung mit diesen Artikeln in der Innenstadt schließen“, kommentierte Wirtschaftsförderin Teresa Winter.

Neben der Umfrage wurde auch auf der Facebook-Seite des Oberbürgermeisters über Sortimente diskutiert, ein Vorschlag ging per Mail bei der Stadtverwaltung ein: Ein gemütliches (Frühstücks-)Café, das auch Touristen am Wochenende zum Verweilen einlädt, wird neben den oben abgefragten Sortimenten von einigen in der Innenstadt gewünscht.

Für Stadtspitze, Wirtschaftsförderung und potenzielle Selbstständige sind die Informationen besonders wertvoll; die Bürgerinnen und Bürger erhalten in jedem Fall ein interessantes Stimmungsbild. „Wir werden die Ergebnisse aktiv in die Gestaltung des Innenstadtangebotes einbeziehen“, so OB Dieter Henle.