„Das Coronavirus stellt uns vor eine neuartige Situation, mit der wir besonnen und verantwortungsvoll umgehen“, so OB Dieter Henle am Freitagabend in einer Mitteilung. Ziel müsse es sein, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Folgendes wurde nun beschlossen: Ab Dienstag bis Ende der Osterferien bleiben Schulen und Kindertagesstätten auch in Giengen geschlossen; öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern finden nicht statt; auch Privatveranstaltungen in städtischen Gebäuden können nicht stattfinden.

Das Hallenbad wird geschlossen; die Stadtputzete ist abgesagt; Vereinen wird empfohlen, Versammlungen zu verschieben; Sportvereine sollen den Trainings- und Sportbetrieb bis Ende der Osterferien einstellen.

Dazu kommt zunächst bis Ende der Osterferien:

- Der Übungs-/Proben- und Spielbetrieb in städtischen Räumen, Hallen und auf Sportanlagen ist nicht möglich.

- Die städtische Musikschule, die VHS und das Haus der Jugend werden ab Montag geschlossen. Kursgebühren werden zurückerstattet.

- Die Bibliothek bietet nach vorheriger Terminabsprache (telefonisch oder per Mail)  die Ausleihe und Rückgabe von Büchern an. Ein Aufhalten in der Bücherei ist nicht möglich.

- Das Rathaus mit seinen Außenstellen und der Treffpunkt Integration bleiben dagegen geöffnet.

- Schon ab Samstag wird die Seniorenbegegnungsstätte nicht geöffnet sein.

- „Außerdem habe ich eine Allgemeinverfügung erlassen, dass Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet aufgehalten haben, für 14 Tage seit Rückkehr aus dem Risikogebiet oder dem besonders betroffenen Gebiet keine stationären Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf oder mit Behinderungen oder Rehabilitationseinrichtungen betreten dürfen“, so Henle.

- Standesamtliche Trauungen werden unter Beachtung der Größe der Gesellschaft durchgeführt.

Krisenstab tagt regelmäßig

Der Krisenstab des Rathauses tagt regelmäßig. Parallel dazu werden Konzepte entwickelt. Für Kita- und Grundschulkinder wird geprüft, Notgruppen für Kinder bis zur 6. Klasse, deren Eltern in Berufen zur Sicherstellung der öffentlichen Infrastruktur und der Gesundheitsversorgung arbeiten, einzurichten. Eltern sollen ihren Bedarf am Montag, 16. März, bei der Schul- bzw. Kitaleitung melden. Auch für ältere alleinstehende Mitbürger werden Konzepte geprüft.