Im Zusammenhang mit der neu eingerichteten Außenstelle der Landeserstaufnahme für Flüchtlinge im Ried (LEA) wurden am Wochenende 18 Fälle von Infektionen mit dem Covid-19-Erreger nachgewiesen. Dies bestätigte das Regierungspräsidium Stuttgart auf Nachfrage. Die Außenstelle wurde erst am Freitag, 3. April, in Betrieb genommen. 40 männliche Geflüchtete wurden dort untergebracht, weil das Land geflüchtete Menschen auf mehrere Einrichtungen im Land verteilen wollte, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Schon unter Quarantäne

Bereits am Mittwoch vergangener Woche wurde die neue LEA in Giengen unter Quarantäne gestellt, weil zwei Mitarbeiter eines Dienstleisters, der in der Einrichtung im Einsatz ist, positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Ob es sich bei den 18 neu bekannt gewordenen Fällen um weitere Mitarbeiter dieser Firma oder um Geflüchtete handelt, teilte das Regierungspräsidium am Osterwochenende nicht mit. Weiterhin gilt eine Ausgangs- und Kontaktsperre für die Einrichtung.

Die Anlage im Ried in den Räumen der früheren Baufirma Mayer war als so genannte Stand-by-Einrichtung in der Flüchtlingsunterbringung vorgesehen, die kurzfristig belegt werden kann. Das Regierungspräsidium betreibt die Einrichtung im Auftrag des Landes.