In dieser Woche überprüft die Polizei verstärkt, ob sich Bürger an die Corona-Regeln halten. Das hatte das Innenministerium am Wochenende angekündigt.

Insbesondere die Pflicht zum Einhalten des Abstands und zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hatten am Dienstag die Polizisten im Blick. Im gesamten Präsidiumsbereich überwachte die Polizei die Einhaltung der Vorschriften im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), hauptsächlich an Bahnsteigen und Bushaltestellen, denn die Maskenpflicht gilt nicht nur in den Fahrzeugen, sondern bereits auf Bahnsteigen und an Bushaltestellen.

Aber auch in Fußgängerbereichen und anderen Plätzen, an denen es gilt, den Mindestabstand einzuhalten oder eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, war die Polizei unterwegs. Dabei kontrollierte sie auch, ob die Anzahl der Personen bei Ansammlungen den derzeit geltenden Vorschriften der Corona-Verordnung entspricht.

Polizei sprach 200 Personen auf Regelverstöße an

Insgesamt etwa 200 Personen wurden am Dienstag von der Polizei angesprochen und darauf ermahnt, sich an die Vorschriften der Corona-Verordnung zu halten. Nur sechs von ihnen, alle in Giengen (Kreis Heidenheim), ließen sich auch von der Polizei nicht belehren. Sie erwarten nun Anzeigen.

Das Ergebnis der Kontrollen insgesamt zeige, dass die Corona-Regeln weitgehend Akzeptanz in der Bevölkerung fänden, so die Einschätzung der Polizei. Es sei nur eine kleine Minderheit, die sich nicht daran halte.

Die Ergebnisse der Kontrollen in der Übersicht:

Kreis Heidenheim: In Giengen verstießen 20 Personen gegen die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Sechs von ihnen zeigten trotz der Ermahnung der Polizei, der Maskenpflicht nachzukommen, keine Einsicht. Auf sie kommen nun Anzeigen zu.

Im Raum Heidenheim waren es 51 Personen, die sich in den Fußgängerbereichen (7), an Geschäften (11) und im oder am Nahverkehr (33) nicht an die Vorschriften hielten. Doch alle kamen der Aufforderung der Polizei, die zu ändern, schnell nach.

In Biberach stellten die Beamten 15 Personen fest, die in den öffentlichen Verkehrsmitteln gegen die Maskenpflicht verstießen, in Laupheim waren es drei. Nach dem Gespräch mit der Polizei setzten die Menschen die Maske auf. Ebenso die 14 Menschen, die die Polizei im Raum Riedlingen ermahnte.

In Geislingen hielten sich zwölf Personen nicht an die Maskenpflicht. Sechs weitere Menschen standen auf einem Parkplatz zusammen und verstießen gegen die Regel, nach der sich maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen dürfen. Alle ließen sich von der Polizei überzeugen.

In Göppingen stellte die Polizei insgesamt 25 Verstöße gegen die Maskenpflicht fest: Zwei Menschen waren im ÖPNV unterwegs, zehn in der Fußgängerzone und 13 weitere trugen in der Nähe von Geschäften keine Maske. In Uhingen waren zwölf Menschen ohne Maske im und am ÖPNV, in Eislingen sechs. Nachdem die Polizei die Bürger aufgeklärt hatte, zeigten sie Einsicht und setzten die Mund-Nasen-Bedeckung auf.

Bei den Kontrollen in Ulm traf die Polizei am und im Nahverkehr 29 Personen ohne Maske an, elf weitere in Ehingen. Alle zeigten schnell Einsicht, als die Polizei sie ansprach.

Polizei will sensibilisieren

Der Polizei gehe es bei den Kontrollen nicht darum, Verstöße anzuzeigen, heißt es in der Mitteilung der Polizei zu den Kontrollen. In erster Linie sei es die Absicht der Polizei, die Menschen zu überzeugen und zu sensibilisieren. Man gehe deshalb mit Augenmaß vor und sorge gemeinsam mit den Ordnungsbehörden dafür, dass die Regeln eingehalten werden.

Dabei appellieren die Kontrollierenden zunächst an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger. Denn die Verstöße seien „keine Bagatelldelikte“, so die Polizei. Vielmehr seien die Regelungen zwingend erforderlich, um Menschenleben und die Gesundheit zu schützen.

„Jede und jeder Einzelne kann und soll seinen Beitrag im Kampf gegen die Pandemie leisten“, so die Polizei. Wer sich aber auch von der Polizei nicht belehren lasse und die Regeln weiterhin missachte, müsse mit einer Anzeige rechnen.

In solchen Fällen könne ein Bußgeld von bis zu 250 Euro verhängt werden.

Von „Patient Null“ am 4. März 2020 bis heute Die Chronologie des Coronavirus im Landkreis Heidenheim

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