Giengen / Marc Hosinner Der CDU-Wählerblock geht bei der Kommunbalwahl ohne die Zugpferde Franz Heger und Hans Waldenmaier mit 24 Kandidaten auf Stimmenfang. Auch Thomas Weiß und Michael Bender treten nicht mehr an.

Eins ist klar – egal, wie die Kommunalwahl am 26. Mai ausgehen wird: Das Gesicht des CDU-Wählerblocks im Gemeinderat wird ein anderes sein als jetzt. das ergibt sich allein schon aus der Tatsache, dass zum Teil langgediente Stadträte in den Reihen der Konservativen sich nicht mehr zur Wahl stellen. Nachdem Rudolf Boemer auf eigenen Wunsch und nach mehr als 40 Jahren mit Sitz und Stimme am Ratstisch schon im Sommer Platz machte, werden auch Hans Waldenmaier, Franz Heger sowie die beiden aktuellen CDU-Stadträte Thomas Weiß und Michael Bender aus unterschiedlichen persönlichen Gründen nicht mehr antreten.

Mit Heger, Waldenmaier und Boemer fehlen dem Wählerblock gleich drei Giengener Zugpferde. Boemer war bei der Kommunalwahl 2014 Stimmenkönig (3827 Stimmen), auf Heger entfielen 3542 Stimmen, was Platz vier im Gesamt-Ranking (hinter Rubens Link von den Unabhängigen und Grünen mit 3747 Stimmen und Gaby Streicher von der SPD mit 3637 Stimmen). Waldenmaier holte zuletzt 2546 Stimmen.

Ziel: Status quo erhalten

Die Fraktionsvorsitzende Elisabeth Diemer-Bosch zeigt sich dennoch optimistisch: „Unser Ziel ist es, den status quo an Sitzen zu halten. Wenn einer mehr dazu kommt, haben wir natürlich nichts dagegen“, so die 63-Jährige. Aktuell verfügt der Wählerblock über 13 Sitze.

Gemeinsam mit Rudolf Boemer habe sie früh mit der Kandidatensuche begonnen und viele Gespräche geführt. „Jetzt können wir eine zukunftsweisende Mannschaft an Bewerbern anbieten“, so die Fraktionsvorsitzende. Allerdings sind in Giengen nicht alle 18 Plätze auf der Liste mit Namen versehen. „Aufgrund der qualitativ guten Mischung können wir mit 16 Bewerbern in Giengen auftreten und in den Teilorten haben wir mit den Frauen und Männern ebenfalls ausreichend Bewerber, um ein gutes Wahlergebnis zu erreichen“, so Diemer-Bosch weiter.

Unter Leitung von Rudolf Boemer fand die Nominierungsversammlung im Schlüsselkeller statt, die auf großes Interesse gestoßen sei.

Altersschnitt: 53 Jhare

Die Versammlung sei mit einer Gegenstimme dem Vorschlag von Fraktion und Kandidatenversammlung gefolgt, die Reihenfolge auf dem Wahlvorschlag generell nach Alphabet aufzustellen, außer für die Vertreter aus Burgberg, die einen eigenen Vorschlag eingebracht hatten. Insgesamt kandidieren 24 Frauen und Männer, 16 in Giengen, drei in Burgberg, je zwei in Hohenmemmingen und Hürben und einer in Sachsenhausen. Das Alter reicht von 31 bis 73 Jahren mit einem Durchschnitt von 53 Jahren. Mit acht und damit genau einem Drittel bewerben sich Frauen.

Die Nominierten im Einzelnen: für Giengen kandidieren Jörg Bayer (60), Landwirtschaftsmeister; Ursula Beimdieke (46), Kaufmännische Angestellte; Elisabeth Diemer-Bosch (63), Industriekauffrau; Giuseppe Ferraro (59) Immobiliardarlehenvermittlung; Martin Herrmann (54), Malermeister; Maria Konold-Pauli (73), Erzieherin im Ruhestand; Almut Kummer (50), Dipl.-Theologin, Mike Löpenhaus (46), Technischer Betriebswirt; Rainer Lorenz (39), Qualitätsmanager; Axel Mailänder (54) Maschinenbaumechanikermeister; Christian Rau (31), Betriebswirt/Master of Business Administration; Oswald Satzger (61), Maschinenbau-Ingenieur; Clemens Schmid (57), Freier Architekt und Dipl.-Ing.; Jochen Wahl (48), Bankvorstand; Peter Werner (62), Mesner und Zimmermann; Michael Zirn (52), kaufmännische Dienstleistungen.

In Burgberg treten an: Michael Mönius (41) Lehrer in Anstellung; Olaf Holzer (49), Geschäftsführer; Gundula Moser (40), Feinwerkmechanikerin.

In Hohenmemmingen treten an: Hanne Bosch (52), Grund- und Hauptschullehrerin; Gabriela Fetzer (54), Lehrerin und Industriekauffrau. Für Hürben: Karin Häußler (63), Bürokauffrau; Werner Hornung (57), Dipl. Forstwirt. In Sachsenhausen: Werner Bader (58), Werkzeugmachermeister.