Meldoo macht das Melden von Mängeln in unserer Stadt einfach: Damit wirbt die Stadt für eine neue Art des Bürgerservices.

Meldoo was? Diese Frage wird sich eventuell der ein oder andere Bürger stellen. Es handelt sich dabei um eine sogenannte App, die sich jeder kostenlos aufs Smartphone laden kann.

Einfach Mobiltelefon zücken

Und dann kann es schon losgehen: Wer beispielsweise sieht, dass vor seinem Haus die Straßenlaterne defekt ist, das auf der Grünfläche gegenüber gelbe Säcke liegen, die da nichts verloren haben oder wer unterwegs ein Schlagloch bemerkt, kann sein Mobiltelefon zücken, Meldoo öffnen, ein Foto aufnehmen, den Standort erfassen, die Schadenskategorie erfassen, bei Bedarf noch einen Text dazu schreiben und auf Abschicken tippen.

„Bislang kamen die Meldungen über Mängel hauptsächlich übers Telefon bei uns an. Und das über unterschiedliche Bereiche. Etwa über die Zentrale oder andere Teile der Stadtverwaltung. Das musste dann alles erst einmal kanalisiert werden“, sagt Bernd Kocian, Leiter des städtischen Hauptamts.

Schnellere Bearbeitung

Die Nutzung der App biete Vorteile für die Verwaltung, weil die Mängel direkt durch die Art der Schadenskategorie an der richtigen Stelle in der Verwaltung aufläuft, etwa beim Bauhof oder im Ordnungsamt. „So lassen sich die Meldungen schneller bearbeiten“, so Kocian.

Auch für den Bürger bringe das neue Verfahren Verbesserungen: Wer über Meldoo einen Mangel meldet, erhalte Informationen zum Stand der Bearbeitung, also zum Eingang der Meldung und auch, wenn das Problem behoben ist.

Auch vom Computer aus

Wer kein Smartphone, aber einen Computer mit Internet-Zugang besitzt, kann jetzt auch über die Homepage der Stadt Mängel melden. Auf der Startseite von www.giengen.de gibt es rechts einen Hinweis auf den Mängelmelder. Es können neue Mängel eingegeben werden, auf einer Karte aber auch eingesehen werden, für welchen Bereich der Stadt schon andere Mängel vorliegen.

„Das Programm läuft jetzt seit ein paar Tagen. Wir müssen jetzt erste Erfahrungen damit sammeln“, so Kocian, der davon überzeugt ist, dass der Mängelmelder die Kommunikation der Verwaltung mit dem Bürger voranbringt. Stadtgesellschaft und Rathaus agierten gemeinsam: unkompliziert, effektiv, direkt und transparent.

Lädt Meldoo zu Missbrauch ein?

Ob die App zu Missbrauch einladen wird, müsse man sehen. „Das hoffen wir aber nicht“, so Kocian. Mängel seien ja auch bisher schon gemeldet worden. Es bleibe auch abzuwarten, ob sich die Quantität der Meldungen erhöhe.

Wie Kocian betont, könnten auch die traditionellen Wege der Meldung von Mängeln weiter genutzt werden.

App kostet pro Jahr etwa 3500 Euro


Die Stadt will den Bürgern im Sinne der Digitalisierung mehr Service bieten. Dazu zählt auch die Einführung der App Meldoo, die Kosten in Höhe von etwa 3500 Euro pro Jahr mit sich bringt.

Bis kommendes Jahr sollen weitere Erleichterungen folgen: etwa bei der digitalen Anmeldung von Hunden oder dem Beantragen von Bescheinigungen.