Giengen / rei Afrikanische Flüchtlinge aus der LEA machten in der Giengener Fußgängerzone auf ihre Situation aufmerksam. Sie fürchten eine Abschiebung.

In Form einer spontanen Aktion machte eine Gruppe von acht afrikanischen Flüchtlingen, die in der Landeserstaufnahme (LEA) im Ried untergebracht sind, gemeinsam mit acht weißen Personen am 1. Juli, in der Marktstraße auf ihre Situation aufmerksam.

Sie trugen große Pappschilder mit deutscher und englischer Beschriftung. „Wir sind Flüchtlinge. Wir sind keine Kriminellen. Wir wollen Frieden und hierbleiben. Keine Deportation!“

Laut Roland Maier vom die Aktion begleitenden Verein Solidarität International handelt es sich um Geflüchtete aus Nigeria, die aus schwierigen politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen geflohen sind und nun erfahren haben, dass sie nach den Dublin-Regeln in die Länder zurückgeschickt werden sollen, wo sie das erste Mal den Schengen-Raum in Europa betreten haben. Diese Deportationen sollen ab Juli stattfinden. Deshalb der Protest am 1. Juli.

Bereits eine Woche nach Inbetriebnahme musste die Flüchtlingsunterkunft des Landes im Giengener Ried unter Quarantäne gestellt werden. Das war Anfang April. Jetzt läuft dort alles reibungslos. Bei der Belegung könnte sich aber bald etwas ändern.