Es wirkt fast schon heimisch vertraut, wenn man derzeit die Giengener Stadtkirche betritt. Es riecht nach Mittagessen, Menschen sitzen im regen Austausch beieinander. Eine Musikgruppe untermalt das gemeinsame Essen mit passenden Melodien.

Unter dem Motto „Lichtblick“ öffnete die Vesperkirche am vergangenen Sonntag ihre Pforten. „Jeder Mensch ist ein gern gesehener Gast“, sagt Maria Konold-Pauli, die neben Heidi Haffter und Waltraud Hörsch die diesjährige Vesperkirche organisierte. „Es ist so schön zu sehen, dass die Kirche lebt, und sich die Menschen hier begegnen können“, ergänzt Hörsch vom Förderverein der Evangelischen Kirchengemeinde in Giengen. Hörsch zufolge gehe es vor allem darum, Verbindungen zwischen Menschen zu schaffen, und sie an einen Tisch zu bringen. Dabei spiele die Herkunft, der Glaube oder die soziale Schicht keine Rolle.

Viele Unterstützer

Rund 140 Ehrenamtliche unterstützen bei der zweiwöchigen Veranstaltung in der Stadtkirche. 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind täglich mit der Organisation, der Versorgung der Gäste und der Küche beschäftigt. „Wir hängen in der Adventszeit eine Liste an der Stadtkirche aus, in die man sich für jede beliebige Position eintragen kann“, schildert Haffter. Für dieses Jahr sei man gut aufgestellt, es hätten sich genügend Menschen freiwillig gemeldet.

Noch bis Ende Januar

Verschiedene Speisen, Mut machende Gedanken und musikalische Darbietungen prägen das Programm der täglich geöffneten Vesperkirche. Noch bis zum 29. Januar kann sie besucht werden, jeweils von 11.30 bis 14 Uhr. Das Organisations-Trio freut sich über die bisherigen Besucher, es dürfen aber gerne noch mehr werden. „Es ist für alle wichtig, mit anderen am Tisch zu sitzen“, betont Haffter.