Hohenmemmingen / Dieter Reichl Das Gebiet Flecken wird im östlichen Teil weiter bebaut. Zehn Plätze stehen dort zur Verfügung.

Die Verwaltung setzt ihr Vorhaben, nicht nur in der Kernstadt Giengen Bauplätze anzubieten, weiter um. Vergeben wurden jetzt vor der Sommerpause die Bauleistungen für den östlichen Bereich des Baugebiets Flecken im Teilort Hohenmemmingen.

Das Gebiet, in dem zehn Bauplätze zur Verfügung stehen werden, liegt grob zwischen der Stipsstraße und der Vorstadtstraße. Wie Oberbürgermeister Dieter Henle im Sommerinterview ausführte, ist die Vermarktung der Plätze bereits angelaufen, die Gemeinderatsentscheidung über die Vergabe fällt im September. Die Verwaltung rechnet in einer ersten Stufe mit einem Verkauf von fünf bis sechs Bauplätzen. Der Bauplatzpreis liegt bei 161 Euro pro Quadratmeter.

Erschließung ab Herbst

Bevor die Häuslesbauer loslegen können, muss dieser Bereich allerdings erst erschlossen werden. Die Erschließungsarbeiten mit Straßenbau, Kanal, Gas, Wasser, Strom und Telekommunikation sollen ab Herbst beginnen. Als möglicher Baubeginn für die Wohnhäuser wird seitens der Verwaltung der Juni 2020 genannt.

Die Vergabe der Bauleistungen erfolgte jetzt vor der Sommerpause einstimmig durch den Gemeinderat bei einer Vergabesumme von rund 440 000 Euro. Acht Firmen hatten für diese Arbeiten ein Angebot abgegeben, die Angebotssummen bei den Bietern von Rang eins bis Rang drei lagen innerhalb von lediglich einem Prozent. Das Ausschreibungsergebnis lag unter den derzeit auf dem Bausektor üblichen Preisen, wurde von Verwaltungsseite bemerkt.

Großzügiges Baufenster

Grund hierfür sei die Entscheidung eines spät im Jahr liegenden Baubeginns, nämlich November 2019. Die damit verbundene „Winterbaumaßnahme“, die bis Mitte des kommenden Jahres reicht, räumt den Baufirmen somit ein großzügiges Zeitfenster für die Ausführung der Arbeiten ein. Die Gesamtangebotssumme liegt laut Verwaltung rund 21 Prozent unter dem Kostenansatz. Von Verwaltungsseite wurde allerdings darauf hingewiesen, dass im Gebiet eine Bodenverbesserung notwendig sein wird, dass deshalb die beantragten Mittel zu niedrig ausfallen und deshalb um 80 000 Euro nachfinanziert werden muss. Auch sei die Baustelle relativ schwierig anzudienen.

Der größte Teil der Angebotssumme entfällt auf den Straßenbau mit etwas mehr als 300 000 Euro, rund 80 000 Euro entfallen auf die Kanalhauptleitungen und rund 55 000  Euro auf die Kanalhausanschlüsse. Die Refinanzierung dieser bevorstehenden Bauleistungen erfolgt zu 95 Prozent über die Erschließungsbeiträge.