Mit 362 Stimmen (25,1 Prozent) wurde das Projekt „Ausbau der Skateranlage“ auf Platz eins der Rangliste fürs Giengener Sternenkässle 2021 gewählt. Die Skatebegeisterten haben ihre Fans mobilisiert; es geht darum, ein bereits erfolgreiches Angebot weiter auszubauen. Die Anlage an der Giengener Schwagehalle zählt zu den besten im Landkreis, auch durch ihre vorausschauende, hochwertige Bauweise.

Dementsprechend aktiv wird sie genutzt: Auch professionelle Skaterinnen und Skater aus der Region kommen zum Trainieren. Das empfinden die Giengener Jugendlichen als besonders relevant. Da sie nicht mit Übungsleitern im Verein trainieren, ist es wichtig, voneinander und von Profis lernen zu können. Die Skateranlage eignet sich dafür ideal.

Anlage optimieren

Die Spenden aus dem Sternenkässle sollen helfen, die sportlichen Bedingungen durch das Schleifen von Übergängen und Rampen wieder optimal zu gestalten: ein finanziell ziemlich aufwendiges Vorhaben. Dank Sitzgelegenheiten soll der Skatesport zudem weiter in der Gesellschaft ankommen. Das Zuschauen bei den teils waghalsigen Manövern ist spannend; nicht umsonst ist Skaten mittlerweile eine olympische Disziplin. Zum jungen kommt in Giengen möglicherweise auch wesentlich älteres Publikum: Einen Spaziergang entfernt entsteht ein neues Senioren- und Pflegeheim, die Skateanlage könnte so zusätzlichen Kontakt schaffen.

Verantwortungsvoller Umgang

Bemerkenswert und von gesamtgesellschaftlichem Wert ist in jedem Fall der Umgang der Skaterinnen und Skater in Giengen mit der Anlage. Sie organisieren sich größtenteils selbst, übernehmen Verantwortung für den Zustand des Platzes, entfernen Müll. Auch ihr großes Interesse beim Jugendhearing im Juli mit der Stadtverwaltung spricht für sie: Es gibt viele Wünsche – von der Erweiterung des Platzes bis hin zu einem schattenspendenden Unterstand. Gemeinsam mit der Stadt arbeiten sie nun ein Konzept aus, das sie am Ende im Gemeinderat präsentieren möchten.

Echter Treffpunkt

Giacomo Pace, seit vielen Jahren in der Gruppe aktiv, war gerne bereit, fürs Foto mit der Schirmherrin ein paar „Freudensprünge“ beizusteuern: „Unsere Skateranlage ist ein richtiger Treffpunkt. Bei uns skaten Mädels und Jungs, Frauen und Männer, Leute von 10 bis 45 Jahren, und manche kommen schon mit ihren Kindern.“