Der Gatte der Schirmherrin ist sich sicher: „Wir werden das Ergebnis des vergangenen Jahres übertreffen“, so Oberbürgermeister Dieter Henle. Die Beteiligten der Sternenkässle-Aktion gehen mit viel Zuversicht in die nächsten Wochen.

„Im vergangenen Jahr ging das alles etwas hoppla hopp. Diesmal hatten wir deutlich mehr Vorlaufzeit“, so Simone Henle, die gestern zum Auftakt der zweiten Auflage des Sternenkässles an das sehr gute Ergebnis des vergangenen Jahres erinnerte.

Die Bürger bestimmen, wofür gesammelt wird

Jetzt wurde das Sternenkässle nochmals weiterentwickelt und ist nun eine ganz und gar bürgerschaftlich geprägte Aktion. Die drei Projekte, denen die Spenden zugute kommen sollen, wurden nicht mehr von der Verwaltung vorgegeben, sondern von den Bürgern.

Die konnten bis Ende August bei der Stadtverwaltung Vorschläge einreichen. Aus den eingegangenen Vorschlägen wählte das Sternenkässle-Team die Vorschläge aus, die als am besten geeignet erscheinen und folgende Vorgaben erfüllen: Sie dienen einem sozialen Zweck, sind realisierbar und eine Spende in Höhe von 5000 Euro würde einen wesentlichen Ergebnisbeitrag liefern.

Fünf Projekte standen zur Wahl

Für fünf Projekte konnte bis zum 17. Oktober abgestimmt werden. Die drei mit den meisten Stimmen werden in diesem Jahr unterstützt: Auf Platz eins kam das Projekt „Freizeit in der Südstadt gemeinsam erleben“. Ziel ist eine vielseitige Umgestaltung des hinteren Teils des Bühlsportplatzes. „Auf dem Platz ist nichts geboten. Das wollen wir ändern und für alle Altersgruppen etwas bieten“, so Lucas Kluge, der mit Annika Arndt hinter dem Projekt steht und von Schulleiterin Nicole Arndt und Bernd Kluge von der TSG unterstützt wird.

Auf Platz zwei rangierte das Projekt „Schlau und couragiert – Gewalt verliert!“ der Arbeiterwohlfahrt, die im Rahmen der offenen Jugendarbeit kostenlose Sportgruppen sowie Tanz anbietet. Das Programm soll weiter ausgebaut werden. „Ziel ist die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund“ so Christine Schulten von der Awo.

Auf Platz drei landete das Vorhaben einer Mutter von drei Kindern: Stefanie Rehm steht hinter dem Projekt „Ein Park zur Begegnung für Alt und Jung“. Die Parkanlage hinter dem Altenheim Paul-Gerhardt-Stift am Läutenberg ist ihrer Ansicht nach in die Jahre gekommen. Durch Spielmöglichkeiten, eine Bepflanzung, die Inbetriebnahme des vorhandenen Brunnens und eventuell Wasserspiele möchte die Giengenerin, die weitere Unterstützer sucht, dort einen attraktiven Ort der Begegnung schaffen.

Gespendet werden kann auf verschiedenen Wegen

Bis zum 15. Dezember kann wie folgt gespendet werden: indem Geld in die Sternekässle in den Geschäften eingeworfen wird; durch Einzahlung auf die Spendenkonten; durch den Kauf des Sternenkässle-Brots bei sechs Bäckereien (30 Cent des Preises werden gespendet) oder beim Stand auf dem Adventsmarkt vom 5. bis 8. Dezember.

Unter www.sternenkässle.de sind die ausgewählten Projekte genauer beschrieben. Dort sind auch alle am Aktionsbündnis Beteiligten und die Konten aufgeführt. Das Ergebnis der diesjährigen Aktion gibt es am 20. Dezember um 14 Uhr im Rathaus.

13 546 Euro wurden bei der Premiere gespendet


„Die Premiere im vergangenen Jahr war ein voller Erfolg. Mit einem so großartigen Ergebnis haben wir nicht gerechnet“ , erinnerte Schirmherrin Simone Henle an die Aktion, bei der 2018 von der Stadtverwaltung drei Projekte ausgewählt worden waren: Begünstigt wurden das Zusam-Lädle, die Kinder- und Jugendhilfe Wanne sowie Senioren-Alltagshilfe.

Die Aktion  fand große Zustimmung in der Bevölkerung: 2018 kamen insgesamt 13 546  an Spenden zusammen. 1540 Euro kamen über die Kässle in den Geschäften, 1060 Euro aus dem Kauf von Brot, 250 Euro über das HZ-Portal „Unsere Hilfe zählt“. 9760 Euro gingen auf dem Spendenkonto ein, beim Adventsmarkt wurden 936 Euro gesammelt. moh