Gussenstadt / Ulrich Bischoff Fünfmal so viele Gläubige kamen dieses Jahr zum Gussenstadter Erntebittgottesdienst. Der Grund dafür: gefeiert wurde auf einem Bauernhof.

Den traditionellen Erntebittgottesdienst lebensnaher gestalten. Dieses Ziel hatte sich der evangelische Kirchengemeinderat vorgenommen und sich kurzerhand an die Betreiber des Wiesäckerhofes am nördlichen Ortsrand gewandt. Unter den Augen von Mutterkühen, Kälbchen und gackernden Hühnern sollte Gottesdienst gefeiert werden.

Auch aus Nachbargemeinden kamen Besucher

Die Hofinhaber Rita und Heinz-Georg Jäger waren von der Idee nicht abgeneigt und auch die junge Familie um Cathrin und Daniel Hollmann war bereit, die Stallgasse zu kehren und die große Scheuer „gottesdienstlich“ herzurichten. Kürzlich war es dann so weit: Mit dem „Elfeläuten“ füllten sich Hof und Scheune – gegenüber früherer Betstunden hat sich die Zahl der Besucher fast verfünffacht, auch aus Nachbargemeinden waren Gläubige gekommen.

Pfarrer Hans-Ulrich Bosch befasste sich in seiner Predigt mit der Hoffnung und Zuversicht auf eine gute Ernte. Zuvor hatten Andrea Gunsilius, Thomas Ruoff und Cathrin Hollmann beklagt, dass das Wissen um Wachsen und Gedeihen in der Öffentlichkeit weitgehend abhandengekommen sei. Carina Gunsilius stimmte, nachdem die Gemeinde coronabedingt nicht singen durfte, mit ihrem hellen Solo Paul Gerhardts „Geh aus mein Herz“ an. Wer sich über Wachstum und Gedeihen näher informieren wollte, der war hinterher noch zu einem Hofrundgang mit kleinem Imbiss eingeladen.

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Wegen des Coronavirus mussten die meisten Konfirmationen abgesagt werden. Nicht aber in Ochsenberg – dort ist man kreativ geworden. Entscheidend: das Wetter.