Weil viele Mitarbeiter den Wunsch haben, einen Betriebsrat im Unternehmen zu installieren, hat sich eine Gruppe von Initiatoren bereits im Frühsommer 2020 an Tobias Bucher, den zweiten Bevollmächtigten der IG Metall Heidenheim, mit der Bitte um Unterstützung gewandt.

„In einigen Treffen haben wir die betriebliche Situation und die Gegebenheiten erörtert und eine Strategie festgelegt“, so die Initiatoren in einer schriftlichen Stellungnahme. „Unser Anspruch ist, dass alle Beschäftigten in den drei Sparten des Unternehmens, der Metallwarenfabrik, der Oberflächenbearbeitung und dem Werkzeugbau, in Zukunft die gleichen Bedingungen vorfinden und ihre Interessen von einem Betriebsrat vertreten werden.“ Daher soll ein Betriebsrat für das Gesamtunternehmen gewählt werden. Die Geschäftsleitung sei am Donnerstag über das Vorhaben informiert worden.

Doch auch dieses Vorhaben wird durch Corona erschwert. „Die Einleitung einer Betriebsratswahl erfolgt üblicherweise in einer nichtöffentlichen Wahlversammlung“, erklärt Bucher. „Dort wird dann ein Wahlvorstand gewählt, der die Wahl durchführt.“ Aufgrund der anhaltenden pandemischen Lage sei jedoch eine Wahlversammlung mit den rund 180 Beschäftigten in Präsenz nicht zu verantworten. „Daher haben wir entschieden, ein Verfahren zur Einsetzung eines Wahlvorstandes beim Arbeitsgericht zu beantragen. Ich gehe davon aus, dass der Arbeitgeber für diesen Weg Verständnis aufbringt.“ Das Verfahren sei nun im Gange. „Und wir sind zuversichtlich, dass zeitnah ein Betriebsrat gegründet werden kann – für mehr Demokratie im Betrieb.“