Trotz Protesten gab der Gerstetter Gemeinderat für das neue Wohngebiet östlich des Wasserturms im November mehrheitlich grünes Licht. Und nun wurden weitere Fakten geschaffen. In den vergangenen beiden Tagen wurden zehn Bäume gefällt. Laut dem Pressesprecher Uwe Geiße neun Eschen und eine Buche.

Die Bäume mussten für die geplante Erschließungsstraße für das neue Wohngebiet weichen. Zwei Mal hatten Gerstetter Bürger im vergangenen Jahr gegen die Fällung Demonstrationszüge organisiert. Nahezu 300 Widersprüche und Stellungnahmen begleitete die Aufstellung des Bebauungsplans. Genützt hat es am Ende wenig. Der Grund: Weder die Planer noch die Gemeinde sahen für die Zufahrtsstraße eine Alternative. Nach Auffassung der Planer wurde sie so gewählt, dass möglichst viele Bäume verschont und die Bedeutung des sogenannten Parks für Vögel und Fledermäuse beibehalten werde.

Laut Geiße sind die weiteren Erschließungsarbeiten zwischen April und Oktober 2021 geplant. Im Baugebiet östlich des Wasserturms sind 14 Bauplätze für Einfamilien- und Doppelhäuser geplant. Auf einer Teilfläche sind drei Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Nach dem ersten Demonstrationszug im Juli und der gestarteten Unterschriftensammlung hatte der Gemeinderat entschieden, die Überbauung des umstrittenen ehemaligen Steinbruchgeländes aufzugeben. Zudem sah der ursprüngliche Plan die Mehrfamilienhäuser in dreistöckiger Bauweise vor. Auf Beschluss des Rats wurde der Entwurf auf zwei Stockwerke reduziert, wobei die Penthouse-Wohnungen auf den Flachdächern der drei Gebäude weiterhin zugelassen sind.

Gerstetten

60 Bürger bei erneutem Protest gegen Baugebiet in Gerstetten dabei

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