Gerstetten / hz / pol Der junge Mann, der nach einem Unfall am vergangenen Freitag in Gerstetten schlafend hinter dem Lenkrad eines BMW gefunden worden sein soll, ist laut Polizei womöglich nicht selbst gefahren.

Am vergangenen Freitagmorgen war ein BMW in Gerstetten gegen ein Schild gefahren. Laut Polizei hatte ein Passant einen 18-Jährigen schlafend hinter dem Steuer gefunden und die Einsatzkräfte verständigt.

Laut der ursprünglichen Polizeimeldung vom Freitag war der BMW gegen 3.30 Uhr aus Richtung Wasserstraße in der Friedrichstraße unterwegs. Dort sei er über einen hohen Randstein gegen ein Schild gefahren. Ein Passant habe einen 18-Jährigen schlafend im Auto angetroffen.

Ermittlungen dauern an

Wie die Polizei nun auf Nachfrage der HZ mitteilt, ist möglicherweise nicht der 18-Jährige gefahren. Die Ermittlungen zu dem Fall dauern an.

Großalarm bei der Feuerwehr

Laut Einsatzkräften der Feuerwehr vor Ort hatte der Unfall am Freitagmorgen einen Großalarm bei der Feuerwehr Gerstetten ausgelöst. Der Leitstelle war gemeldet worden, dass ein Mann bewusstlos und mit ausgelösten Airbags hinter dem Lenkrad sitze. Da sich die Türen des PKW laut der Meldung zudem nicht öffnen ließen, sei daraufhin auch ein Rüstwagen aus Heidenheim ausgerückt. Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte habe der junge Mann dann jedoch von selbst sein Auto verlassen. Nach dessen eigener Aussage habe er lediglich geschlafen. Daraufhin konnte der Rüstwagen aus Heidenheim die Einsatzfahrt wieder abbrechen.

Laut Polizei brachte der Rettungsdienst den Mann mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus, wo er auch Blutproben abgeben musste. Deren Entnahme hatte die Staatsanwaltschaft zuvor angeordnet, da die Beamten von einem erhöhten Alkoholpegel ausgingen. Die Polizei stellte den BMW sicher, an dem Auto entstanden rund 3000 Euro und am Schild etwa 200 Euro Schaden.