Die Sperrung der L 1164 zwischen Dettingen und Anhausen war Thema in der Sitzung des Gerstetter Gemeinderats. Gemeinderätin Sigrun Nagel (Grüne und Unabhängige) stellte an die Verwaltung die Frage, warum die Straße schon ab der Abzweigung nach Hausen gesperrt sei und damit der Verkehr in Richtung Hürben durch den Ort geleitet werde. Rudolf Stang, Leiter des Ordnungsamts, berichtete, dass die Fahrbahn bis zum Abzweig nach Hausen erneuert werde, weshalb die Sperrung dort bereits beginne. Die Abfahrt zur Falkensteinerstraße ist deshalb auch nicht befahrbar.

Zwei Bauabschnitte sind teurer

Man habe dem Regierungspräsidium den Vorschlag gemacht, die Straße in zwei Bauabschnitten zu sanieren, dies sei aber nicht möglich, weil die Baumaßnahme sonst teurer werden würde. Die Sperrung soll bis Ende August dauern, „das muss man jetzt einfach erdulden“, so Stang. Allerdings wolle man die Beschilderung noch verbessern, so dass die Lkw der Firma Netto nicht in Dettingen durch den Ort fahren, versprach der Ordnungsamtsleiter.

Silke Schock (Kommunale Wähler-Gemeinschaft) zeigte sich verwundert darüber, dass im Zuge der Baustelle ein Geh- und Radweg gebaut wird, allerdings nur auf 660 Metern von Anhausen bis zum Parkplatz Kießental. „Wann kommt der Radweg bis nach Dettingen?“, wollte Schock wissen. Laut Rudolf Stang müsse der Radweg in zwei Abschnitten gebaut werden. Die Ausschreibung für den zweiten Teil laufe gerade. Im Zuge der aktuellen Baustelle, so Stang, werde der zweite Teil aber nicht realisiert.

Zwischen Anhausen und Dettingen wird die Landesstraße auf einer Länge von rund drei Kilometern erneuert. Um Fahrbahnschäden zu beseitigen, werden die Asphaltschichten erneuert und Verdrückungen und Unebenheiten behoben. Parallel dazu wird auf 660 Metern der Geh- und Radweg gebaut. Im Zuge der Baumaßnahme muss ein Teil des Felsens abgetragen werden.