Weiße Weihnachten ist der Wunsch der meisten Leute. Der Gerstetter Pilzexperte Georg Schabel macht sich seit rund 40 Jahren Notizen und Listen zum Wetter an seinem Heimatort Gerstetten, der auf einer Höhe zwischen 590 und 680 Meter liegt. Sein Haus im Gerstetter Westen befindet sich auf 625 Meter Höhe.

Die Realität sehe anders aus als der Gedanke von weißen Weihnachten, schildert Schabel. Im Folgenden hat er einen Rückblick auf das Weihnachts-Wetter in Gerstetten zwischen 1990 und 2020 erstellt.

Grüne Weihnachten gab es Schabel zufolge in Gerstetten in diesen Jahren: 1991, 1992, 1994, 1997, 2000, 2002, 2008, 2012, 2013 und von 2015 bis 2020.

Grüne und Schneetage gab es an Weihnachten in den Jahren 1995, 1996 (war der kälteste Winter der Nachkriegszeit, bis minus 20 Grad), 1998, 1999, 2005, 2009, 2011 und 2014.

Weiße Pracht an den Feiertagen

Viel Schnee an den Weihnachtstagen gab es in den Jahren 1990 (der erste extreme Winter seit langer Zeit mit enormen Schneemengen), 1993, 2003 (das war das Tropenjahr), 2004 und 2010.

Weihnachten ohne Schnee, aber mit kräftigem Raureif gab es 2006 und 2007.

„Wir haben heute in etwa das Wetter, wie es 1990 in der Nähe von Ludwigsburg war“, sagt Schabel. „Die Frostgrenze ist nach meinen Beobachtungen stetig nach oben gewandert. Verlässliche, über den Winter verteilte Schneefälle werden immer seltener.“