Gussenstadt / Ulrich Bischoff Bürgermeister Roland Polaschek würdigte Gussenstadts Ortsvorsteher Werner Häcker mit Stehle und Ehrennadel des Gemeindetags Baden-Württemberg.

Vierzig Jahre lang Fleiß und Leidenschaft im Ehrenamt. Die Ämter und Funktionen, die der 65-jährige Kommunalpolitiker und engagierte Vertreter des bäuerlichen Berufsstandes inne hatte, füllt mehrere Textseiten. 1980, gerade einmal 25 Jahre alt geworden, wurde er in den Gemeinde- und Ortschaftsrat gewählt, avancierte 1999 zum Stellvertreter des Bürgermeisters und wurde kurz danach Ortsvorsteher seiner Heimatgemeinde Gussenstadt. Dem Fraktionsvorsitz der Freien Wähler im Gemeinderat folgte die Mitgliedschaft im Ältestenrat.

Dass sich der Inhaber eines 120 Hektar großen Aussiedlerhofes im Zweckverband Wasserversorgung Ostalb ebenso engagiert wie in der Energieversorgung, ist für den Vollblutpolitiker selbstverständlich. Selbstverständlich ist für ihn auch die Mitgliedschaft im Kreistag und in seinen Ausschüssen und selbstverständlich auch den Vorsitz im Aufsichtsrat des Heimatmuseums im Ursulastift, dessen Schätze er hütet wie seinen Augapfel.

Projektinitiator ist ein holperiges Wort, als solcher aber trieb Häcker die Genehmigungswege und damit auch den Bau der Biogasanlage beim Häule voran. Heute gibt es für 120 Gussenstadter Haushalte, für Grundschule, Turnhalle, Kindergarten und Feuerwehr genossenschaftlich erzeugte Biowärme und Strom fürs Netz. Ein Verdienst, das der Bürgermeister besonders hervorhob.

Bei der Ausgestaltung des Dorfplatzes legte Häcker selbst mit Hand an. Über die Segnungen des Förderverein Bildung für Kinder Gussenstadt sind die drei Häckerschen Söhne zwar schon hinausgewachsen, trotzdem führt er den Vorsitz des von jungen Eltern getragenen Vereins.

Verbandserfahrung sammelte Häcker zehn Jahre lang als Vorsitzender des Kreisbauernverbandes und zweimal reizte ihn der Sprung in den Landtag. Was man ihm im Dorf hoch anrechnet, war sein großes Engagement bei der örtlichen Feuerwehr. Der Atemschutzträger, Truppführer und Träger des Feuerwehrleistungsabzeichens in Gold lässt so manchen Jungspund verstummen.