Die Abteilung Gussenstadt der Freiwilligen Feuerwehr Gerstetten erhält ein neues Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 10. Der Gemeinderat stimmte dem Zuschussantrag zur Beschaffung des neuen Fahrzeugs zu. Wie Amtsleiter Rudolf Stang erklärte, ist das bisherige Fahrzeug aus dem Jahr 1996 in die Jahre gekommen. Die Kosten für das neue Fahrzeug belaufen sich mit Beladung auf 477.000 Euro. Mit einer Auslieferung des Fahrzeugs rechnet Stang im Jahr 2023 eventuell auch erst 2024.

Bürgermeister Roland Polaschek teilt die Sorge der Feuerwehr nicht

Jonas Mauthner (FWV) verwies als Kommandant der Gussenstadter Abteilung auf die vielen neuen Aufgaben, vor allem für die Gerätewarte, und sprach die angespannte Personallage bei den Wehren an. Die Befürchtung, dass die bis zu 40 Meter hohen Fabrikgebäude, die die Firma Gardena in Heuchlingen bauen werde, auch höhere Anforderungen an die Ausstattung der Feuerwehr stellten, dämpfte Bürgermeister Roland Polaschek mit dem Hinweis auf die werkseigenen Mannschaften und Löschmittel, die eine so große Firma für Katastrophenfälle vorhalte.

Künftig vier statt sechs Stützpunkte im Gebiet Gerstetten?

Bereits zuvor hatte Robert Kroha als Vertreter Lülf+Sicherheitsberatung über den Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde Gerstetten und dessen Fortschreibung auf die Jahre 2021 bis 2031 berichtet. Nach seinen Worten ist das Feuerwehrwesen in Gerstetten gut aufgestellt. Die Tagesverfügbarkeit sei ausreichend, wenngleich es in Gerstetten keine hauptamtlichen Feuerwehrangehörige gebe. Statt dieser befasse sich ein Fachmann des Bauhofes einmal in der Woche im Magazin an der Seestraße mit der Wartung und Unterhaltung der Fahrzeuge und des Gerätes. 15 Fahrzeuge und zwei Anhänger gelte es in den Abteilungen zwischen Gussenstadt und Dettingen in Schuss zu halten.

Die Gesamtwehr Gerstetten, so Kroha weiter, verfüge derzeit über sechs Stützpunkte. Langfristig genügten seiner Einschätzung nach vier Standorte, wobei er nicht bei allen Feuerwehreuten auf Zustimmung stieß. Die Schwerpunkte für die Zukunft des Feuerwehrwesens sah Kroha im Ausbau der Brandfrüherkennung, im zweiten Rettungsweg und im Ausbau der Notstromtechnik.