Überschaubar war die Zahl der Passagiere, die zum Saisonauftakt auf der Nebenbahn Amstetten-Gerstetten gekommen waren. Die Eröffnungsfahrt am 1. Mai in einem vierachsigen Schienenbus, der vormals bei der Hohenzollerschen Landesbahn im Planbetrieb gewesen ist, war für zwei angehende Triebfahrzeugführer zugleich Ausbildungsfahrt.

Morgens war Start auf dem weitläufigen Gelände der Schwäbischen Alb Bahn GmbH. Gegen Abend ging es dann auf die zweistündige Rückfahrt über Amstetten, Ulm, Blaubeuren, Schelklingen nach Münsingen.

Ein Problem gab es unterwegs am Vormittag in Stubersheim: Die Blinklichter am Bahnübergang taten nicht, so dass der Schienenbus zunächst anhielt und dann entsprechend mit lautem Signal die Straße langsam passierte. Korbinian Fleischer, der Vorsitzende der Sektion Gerstetten der Ulmer Eisenbahnfreunde, kümmerte sich nach Bekanntwerden des Defekts um die Angelegenheit.

„Absolutes Unverständnis“

Fleischer äußerte im Übrigen sein „absolutes Unverständnis“ über das wegen der latenten Covid-19-Pandemie bis 16. Mai geltende Verbot von (historischen) Dampfzug- bzw. Oldtimer-Omnibus-Fahrten. Schienenbusse dürften fahren und seien im Grund doch geschlossene Einheiten zum Transport von Menschen, während bei Dampfzugfahrten und dem Einsatz von Plattform-Waggons die Leute permanent frischer Luft ausgesetzt seien.

Sicher sei, dass der erste Einsatz eines Dampfzugs in dieser neuen Fahrsaison wegen des Verbots am 13. Mai nicht möglich ist. Fleischer: „Wir schauen, ob wir stattdessen den UEF-eigenen Schienenbus auf die Strecke schicken, der auch Personen-Waggons ziehen darf.“