Gussenstadt / hz Leserbrief über aggressive Elstern, die andere Vögel vertreiben oder töten.

Da ist die Zeitung voll von Berichten über Vogelzählungen und Aussagen wie „Rettet die Singvögel“ – sogar die Insektenwelt soll beobachtet und gezählt werden.

Alles, alles ist gefährdet und rückläufig, Pestizide in der Landwirtschaft schaden unserem ökologischen Gleichgewicht.

Das ist alles stimmig, nachvollziehbar und ein großes Problem – sehr lobenswert, dass sich der Umweltschützer darüber Gedanken macht!

Aber jetzt kommt meiner Meinung nach, der absolute Hammer – Vogelschutz!

Da werden Vogelarten unter Schutz und absolutes Abschuss- Verbot gestellt, die sich wahrscheinlich von ihrer Art her gegen die Daseinsberechtigung von Sing- und Gartenvögel stellen.

Diese Vogelart von der ich spreche ist die „diebische Elster“, sie ist erst in den letzten Jahren in unseren Wohngebieten heimisch geworden.

Auf meine telefonische Frage bei einem Vogelschützer bekam ich die lapidare Antwort auf das Thema diebische und mörderische Elster die ernüchternde Antwort; „Ja – die brauchen auch einen Lebensraum“! Da frage ich mich wo war der bisherige Lebensraum dieser Vögel und wer waren ihre natürlichen Feinde, die das Gleichgewicht hergestellt haben?

Und nun zu meiner – unglaublich – wahren Geschichte – in Stichworten:

Staren-Paar nistet seit Jahren in seinem Häusle in unserem Garten – Elster mit mörderischer Absicht landet auf dem Landestängele, hackt ständig durchs Einflugloch – Folge: Das Starenpaar bleibt 2 Jahre weg!

Dieses Jahr, - welch große Freude – kommen sie wieder und brüten in unserem Starenkasten. – Jungvögel schlüpfen – piepsen, wunderbar.

Elster erscheint – hackt das Dach kaputt, ermordet und frisst die kleinen Staren bis auf ein trauriges Relikt ohne Kopf gänzlich auf. Zurück bleiben ein paar Federn und ein zerstörtes Starenhaus.

Und da soll man als Mensch nicht entsetzt sein, über den neugewonnenen Lebensraum der Vogelart, die früher in Wald und Flur lebte.

Leider sollte es nicht nur bei diesem einen traurigen Vorfall bleiben…

Ein neuer Starenkasten wurde gebaut und für die zweite Brut montiert.

Da kommt das Starenpaar erstaunlicherweise voller Vertrauen wieder, nimmt die neue Heimat in Augenschein – und wer folgt auf dem Fuß (Flug)?

Die Elster!

Sie attackiert die Staren aufs Neue, diese können sich gerade noch ins Vogelhaus retten.

Wenn ich diesen Vorgang nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, es wäre kaum zu glauben.

Die Elster habe ich mit einer Rätsche vertrieben.

So und nun, was jetzt?

Meine Herren und Damen, Natur- und Vogelschützer: weder Meisen oder Rotschwänzchen – geschweige denn die anderen Singvögel, außer die Spatzen sind weder bei mir, noch in unseren benachbarten, ebenfalls „Vogelfreundlichen-„ Gärten zu finden (trotz Winter- und Sommerfütterung).

Ich glaube diesbezüglich bin ich nicht die Einzige, die diese Meinung vertritt und der die Lebewesen und Gottes Schöpfung am Herzen liegt.

Christiane Duller, Gussenstadt