Person A findet die blau-geringelte Vase, die einst als Geschenk von Tante Gisela ihren Weg in den Haushalt gefunden hat, hässlich. Person B hingegen würde sich glücklich schätzen, solch edles Teil ihr Eigen zu nennen. Warum also nicht weitergeben, statt wegschmeißen? Das ist die Grundidee hinter dem Krimskrams-Tag, der am Sonntag, 25. September, in Heldenfingen stattfindet. „Jeder hat doch was im Haus, das ihm nicht gefällt oder das er nicht nutzt“, sagt Andrea Neumayer, Vorsitzende des Vereins Künstler im Dorf.

Heldenfinger Krimskramstag: mit Plan durch den Ort

Bereits zum dritten Mal organisiert die Gruppe die Aktion, an der sich alle Heldenfinger beteiligen können. Und zwar indem sie ihren Krimskrams um 11 Uhr mit einem „Zu verschenken“-Schild versehen vor die Tür stellen.

Wer Interesse an einem Gegenstand hat, kann ihn dann mitnehmen. Wichtig sei nur, sagt Neumayer, dass sich diejenigen, die etwas zu verschenken haben, vorher beim Verein angemeldet haben. Denn: Auf einem Plan soll gezeigt werden, vor welchem Haus man am Krimskrams-Tag Krimskrams findet. So können die Interessenten am Sonntag einen gezielten Rundgang durchs Dorf machen. In etwa so wie bei der anderen Veranstaltung des Vereins, „Wege zur Kunst“. Hier wird mehr oder weniger unbekannten Künstlern alle zwei Jahre eine Plattform gegeben.

Von 24 auf 36: Die Zahl der teilnehmenden beim Krimskramstag Haushalte wächst

Der Krimskramstag hat erstmals im Jahr 2020 stattgefunden. Also zur Hochzeit der Coronapandemie. „Das war wirklich nett“, erinnert sich Neumayer. Wegen der Kontaktbeschränkungen hatte man sich länger nicht gesehen. Durch die Flohmarkt-Aktion konnte man mit Familienangehörigen und Bekannten mal wieder ein Schwätzchen halten – auf Entfernung natürlich. 2021 hat der Verein die Veranstaltung dann wiederholt. 24 Haushalte beteiligten sich und so verfestigte sich die Entscheidung, dass es in Heldenfingen ab nun jedes Jahr einen Krimskramstag geben soll.

Dieses Jahr haben sich mit 36 Haushalten schon deutlich mehr Teilnehmer bei „Künstler im Dorf“ angemeldet. Sie alle wollen am Sonntag ausgediente und unliebsame Gegenstände vor die Tür stellen, was Andrea Neumayer und ihre Mitstreiter natürlich freut. „Man muss ja nicht alles gleich wegschmeißen“, sagt sie, Ressourcen schonen sei nie verkehrt. Neumayer selbst wird am Sonntag übrigens auch mit von der Partie sein und ihren Krimskrams vor die Tür stellen. Was es da wohl alles geben wird?

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