Gerstetten / Ulrich Bischoff In der Gerstetter Karlstraße gibt es gleich zwei Angebote für Kinder und Jugendliche: der Treff der Caritas „Zora“ und das beliebte Jugendcafé.

Diejenigen, die über das Treiben mancher Kinder und Jugendlicher nicht nur den Kopf schütteln, sondern denen, die Hilfe brauchen, zur Seite stehen, standen in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Soziales Rede und Antwort. Corina Hobler, die Leiterin der Jugendhilfe Heidenheim und die Erzieherin Melanie Meyer waren in die Sitzung gekommen und berichteten über die Arbeit des in der Karlstraße eingerichteten Treffs der Caritas.

Stärken erkennen und fördern

Unter dem Kennwort „Zora“ kommen Kinder und Jugendliche, die in der Schule oder zu Hause Probleme haben, ab 16 Uhr in die Karlstraße, um Hausaufgaben zu machen, Sport zu treiben, Musik zu hören oder einfach nur um zu chillen. Melanie Meyer vermittelt hier Hilfen, hört zu, will nicht „erziehen“, sondern bei ihren Zöglingen Stärken erkennen und Selbstbewusstsein wecken. Daran hapere es oft, wenn gelogen, gestritten und randaliert wird. Häufig betroffen seien Kinder mit Migrationshintergrund, gab Hobler zu bedenken.

Fünf Kinder suchen derzeit regelmäßig die in der Karlstraße angemieteten Räumlichkeiten auf. Eines von ihnen sei inzwischen sogar zu einem ehrenamtlichen Mitarbeiter herangewachsen. Wenngleich es derzeit wenige sind, die das Angebot nützen, „wollen wir mit Zora gerne in Gerstetten bleiben“, versicherte Hobler. Früher besuchten bis zu 15 Kinder die Zora. Bürgermeister Roland Polaschek begrüßte die Absicht und nickte zustimmend.

Im gleichen Haus, aber auf einer anderen Schiene, läuft das in der Karlstraße angesiedelte Jugendcafé, das seit 2009 geöffnet hat und von der Erzieherin Melanie Meyer zusammen mit Volker Schnabel erfolgreich betreut und geleitet wird. Die Kinder kommen je nach Öffnungszeiten nach der Schule, zumeist aber nach dem Mittagessen. Der Tag endet um 16 Uhr. Gäste des Cafés, deren Beliebtheit Melanie Meyer mit „über tausend Besuchen im Jahr“ umschrieb, sind Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 20 Jahren. Neben den Jungs kämen inzwischen auch Mädchen zum Treff, lassen sich bei Schularbeiten helfen, kochen gemeinsam, lernen voneinander und machen mit, wenn es um soziale Gruppenarbeit geht. Mit einem anerkennenden „Weiter so“ wurden die beiden Pädagoginnen am Ende der Sitzung verabschiedet.