In der Keplerstraße in Gerstetten ist am Sonntagabend gegen 22.00 Uhr ein größerer Holzstadl in Flammen aufgegangen. Zeugen hatten das Feuer bemerkt und den Notruf gewählt. Die Feuerwehr Gerstetten sowie die Abteilung Gussenstadt waren mit etwa 60 Kräften im Einsatz. Zusätzlich vor Ort waren das DRK sowie die Polizei.

Wie der Kreisfeuerwehrverband berichtet, habe beim Eintreffen der ersten Kräfte ein ca. 20 x 15 Meter großer Schuppen aus Holz in voller Ausdehnung in Brand gestanden. Drei große Fichten, die unmittelbar neben dem Gebäude standen, hatten ebenfalls bereits Feuer gefangen. Weiter drohten die Flammen auf ein angrenzendes Gebäude überzugreifen, so die Feuerwehr.

Durch das schnelle Eingreifen war ein Übergreifen auf das anliegende Gebäude jedoch verhindert worden. Vorsicht war allerdings geboten, da sich in dem Schuppen Gasflaschen und mehrere Dutzend Reifen befanden. Explodiert sind diese aber nicht: Bei gewissen Temperaturen werde das Gas „kontrolliert abgepfiffen“, erklärt Dettingens stellvertretender Abteilungskommandant Patrick Huslig, der beim Einsatz vor Ort war. Das ausströmende Gas mache sich durch Stichflammen bemerkbar.

Das Feuer war nach rund einer halben Stunde unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich nach Angaben der Feuerwehr die ganze Nacht über hin.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde auch über die Warnapp „Nina“ eine Gefahrenmeldung für Gerstetten herausgegeben. Ein Spezialfahrzeug der Feuerwehr Heidenheim führte in der Nacht noch Messungen der Luft in Gerstetten durch. Gegen 1.30 Uhr konnte die Warnung dann wieder aufgehoben werden. Die Feuerwehr Heidenheim war mit den Gerätewagen Atemschutz sowie Messtechnik zur Unterstützung vor Ort.

Verletzt wurde niemand. Zur Ursache des Brands ist bislang nichts bekannt. Der vorläufige Schaden wird der Polizei zufolge auf etwa 50.000 Euro geschätzt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Hier weitere Polizeimeldungen aus der Region Heidenheim.