Nicht wenige Unternehmen haben aufgrund der Corona-Krise ihre Produktion umgestellt, um Schutzmasken herzustellen. Auch die Zwisstex GmbH in Heldenfingen. Das Ziel: eine neue Produktionslinie auf den Markt zu bringen. Zwiss-Clean. „Wir wollten etwas entwickeln, das auch in den nächsten Jahren noch einsetzbar ist“, sagt Geschäftsführer Marc Lorch. Anfang Mai ist das Unternehmen dann in die Serienproduktion eingestiegen. 10 000 der Mund-Nasen-Schutze können pro Woche produziert werden. Und laut Maximilian Schönfließ, Business Development Manager, sei die Nachfrage sehr hoch. Ein Grund dafür: Die Maske wirkt antiviral und antibakteriell.

Laborergebnisse liegen vor

Die Masken bestehen aus drei Teilen. Innen eine Schicht aus Baumwolle, in der Mitte ein Vlies und außen ein selbst reinigender Stoff. Und dieser Stoff wurde mit einer chemischen Rezeptur ausgerüstet, die sich in den Fasern des Stoffs verankert. „Die Laborergebnisse liegen mittlerweile vor“, sagt Schönfließ. „Innerhalb von einer Stunde werden 99 Prozent aller Viren und Bakterien eliminiert.“ Der Stoff und alle Bestandteile werden in Heldenfingen gefertigt. Auch die antibakterielle und antivirale Beschichtung wird hier aufgebracht. Alles Weitere übernehmen dann beauftragte Unternehmen in Deutschland.

Geplant war eigentlich, den Mund-Nasen-Schutz auch als besonders dichte FFP-2-Maske, die auch im medizinischen Bereich eingesetzt werden kann, zertifizieren zu lassen. Davon hat das Unternehmen jedoch mittlerweile Abstand genommen. „Unsere Abnehmer sind Dienstleistungs- und Industrieunternehmen sowie öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Gemeindeverwaltungen“, erklärt Schönfließ. „Wir wollten eine Maske herstellen, die langfristig am Arbeitsplatz getragen werden kann und keinen so großen Atemwiderstand herstellt wie das bei FFP2-Masken der Fall ist.“ Allerdings gebe es Überlegungen, in den nächsten Monaten eine FFP2-zertifizierte Maske am Markt zu etablieren, die dann auch im medizinischen Bereich eingesetzt werden kann.

Neben der Maske will man in Heldenfingen einen selbst reinigenden Stoff entwickeln, mit dem antivirale und antibakterielle Schutzkleidung hergestellt werden kann. „Dafür wurde bereits eine Projektgruppe gegründet“, sagt Schönfließ. „Wir verfolgen dieses Vorhaben kontinuierlich.“

Leiter des Heidenheimer Gesundheitsamts im Interview Was passiert, wenn die zweite Corona-Welle kommt?

Heidenheim

Masken aus Heldenfingen


Weitere Infos gibt es auf zwissclean.com