Ein weiteres Jahr infolge wird es an Palmsonntag keinen Brezgenmarkt im Hungerbrunnental geben. Wegen der Covid19-Pandemie wurde das größte Jahrmarktereignis im Frühjahr abgesagt. In den Bäckereien werden aber dennoch in unterschiedlichster Größe wieder die begehrten Palmbrezeln mit oder ohne Zuckersträusel zu haben sein.

Über 30.000 Besucher beim Brezgenmarkt

Bildergalerie Über 30.000 Besucher beim Brezgenmarkt

Bis zu 200 Marktstände und bis zu 35 000 Besucher konnten beim Brezgenmarkt schon gezählt werden. Der Brezgenmarkt zählt zu den ältesten Märkten in Deutschland. Seit 1533 ist er bekannt und galt einst als Heirats- und Krämermarkt. Er machte auch einst in einem Ulmer Ratsprotokoll unrühmliche Schlagzeilen. Es hatte Streitereien gegeben und so verbot anno 1705 der Rat der Stadt Ulm den Markt. 1730 tat dies die Regierung in Stuttgart. Alte Protokolle aus dem Jahre 1843 vermerken die Rückkehr des Brezgenmarktes.

Brezgenmarkt 2019

Bildergalerie Brezgenmarkt 2019

Auch das ist heute längst Geschichte: Der Hungerbrunnen ist eine Karstquelle im Tal und führt meist nach der Schneeschmelze oder aber nach heftigem Dauerregen Wasser. An der Quelle stoßen die Gemarkungen von Altheim/Alb, Heldenfingen und Heuchlingen zusammen.

Dort gab es vor langer Zeit ein 30 auf 40 Meter großes Stück Niemandsland. Wer verfolgt wurde und etwas auf dem Kerbholz hatte, floh auf dieses Fleckchen Land. Dort war die Person vor jedem Zugriff sicher.