Im vergangenen Juli hat der Musikverein sein 100-jähriges Bestehen groß gefeiert. Was dessen Mitglieder in all den Jahren erlebt haben, hat Willi-Martin Jäger nun in einer Chronik zusammengefasst. Die dafür notwendigen Informationen suchte sich der Gussenstadter Musikvereinler aus 1450 Protokollseiten heraus. Diese hatten ihm die Vereinsoberen auf den Schreibtisch gelegt.

Die Schwierigkeit daran: Die früheren Schriftführer hatten alles, was den Musikverein bis zum Jahr 1970 bewegte, in „deutscher Schrift“ zu Papier gebracht. Zupass kam dem Heimatforscher und Vorsitzenden des Arbeitskreises Familien- und Ahnenforschung mit Sitz in Geislingen, dass er im Entziffern der Sütterlinschrift bereits Übung besaß.

Erfahren hat Jäger dabei so einiges. Etwa, dass Spielleute schon 1764 im Bannholz das örtliche Publikum belustigten, bis 155 Jahre später „musikbefreundete Männer“ den Musikverein aus der Taufe hoben. Ebenfalls erwähnt werden jene zwölf Frauen, die in der „Zithergruppe“ musizierten, die „Hauskapelle Staudenmaier“, und die Handharmonikaspieler. Das Buch gibt es beim Verfasser und den Vereinsmitgliedern.