Die Hungerbrunnenhalle war Schauplatz für das jüngste Konzert der Chorgemeinschaft Dettingen-Heuchlingen. Die zweite Vorsitzende Hildegard Buck freute sich über eine große Besucherschar, hatte doch Corona lange Zeit alles und alle fest im Griff. Jedes Treffen sei mühsam gewesen, das Singen beschwerlich. Lange durfte der Chor überhaupt nicht proben, an einen Auftritt war nicht zu denken, so Buck.

Sie kündigte dann die Young Voices mit „Eternal“ von Tom Kelly, „Sonnenkreis“ – einem russischen Volkslied – und dem Lied „Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen“ von Clemens Bittlinger an. Die Jugendlichen sangen begeistert mit Chorleiterin Evgenia Mezencev.

Das ganze Programm versprach kurzweilige Unterhaltung. Es folgte ein bunter Strauß an Melodien. Es wurde konzentriert und dennoch lebhaft, aber auch einfühlsam intoniert. In den Liedvorträgen ging es um Leidenschaft, Sehnsucht und Liebe, aber auch um einen Appell an die Friedfertigkeit der Menschheit. Temperamentvoll mit großer Einfühlsamkeit in Text und Musik, dynamisch und mit Bühnenpräsenz hat sich die Chorgemeinschaft präsentiert.

Die durchgängig gute Leistung ist insbesondere Chorleiter Markus Romes zuzuschreiben. Titel von Beethoven, Leonhard Cohen, Mendelsohn-Bartholdy und anderen wurden hauptsächlich in englischer Sprache vorgetragen. Mit seiner eigenen Begeisterung nahm Romes die Sängerinnen und Sänger mit und führte sie zu großen musikalischen Leistungen. So sprang auch schnell der Funke über und das Publikum war begeistert.

Versierte Musiker

Der Chor wurde von versierten Musikern begleitet: Hannes Kalbrecht am Klavier, Matthias Kehrle am Bass, Georg Hesse mit der Gitarre und Percussion spielte Thomas Kleinhans. „Fly to Paradise“ fesselte mit einem Solo von Sonja Stopp eindrucksvoll. „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven las Evgenia Mezencev auf russich vor.

Es war ein rundum gelungenes Konzert, was von den zahlreichen Besuchern mit viel Applaus bestätigt wurde. Unter den Chormitgliedern gibt es auch „verborgene Talente“, die sich mit eigenen Gedichten, Kompositionen und mehr zu erkennen gaben.

Nach einem Schlusswort der Vorsitzenden Sandra Kastler folgten drei Zugaben, was es so für den Chor noch nie gab. Der schöne Abend klang mit einem gemütlichen Zusammensein würdig aus.