Gerstetten / hz Leserbrief zum Artikel „Eine Frage des Glaubens“ über die Homöopathie

Langsam bin ich es leid, immer wieder die gleichen falschen Behauptungen über die Homöopathie zu lesen. Die Ärztin Natalie Grams sollte besser nicht überall erzählen, dass sie in der homöopathischen Behandlung ihrer Patienten grandios versagt hat, denn sie beweist dadurch, dass sie diese Behandlungsweise nicht im mindesten begriffen hat. Es wäre auch sehr empfehlenswert, wenn der Schreiber des Artikels, Hajo Zenker, nicht das Bashing abschreibt, das man seit einigen Jahren in den Medien liest und hört. Es wird dadurch nicht wahr. Er hat in einem Punkt recht: Verdünnte Medikamente sind nicht wirksam. In der Homöopathie werden aber keine verdünnten sondern potenzierte Ausgangsstoffe verwendet. Das macht den Unterschied aus.

Und ich frage, ob 7000 Ärzte und 43.000 Heilpraktiker, die heute die Homöopathie in Deutschland anwenden, zu dumm sind, zusammen mit ihren Patienten eine nicht funktionierende Heilweise zu erkennen? Und das seit 220 Jahren. In Indien praktizieren 140.000 registrierte Homöopathen, darunter 60.000 Ärzte. Dort ist die Homöopathie seit 150 Jahren bekannt. Sind das alles Dummköpfe, die nur Plazebos verordnen?

Ärzte, die homöopathisch behandeln, kennen viele Patienten, die seit zig Jahren mit diesen „Plazebos“ auch von schweren Krankheiten gesundet sind. Die Homöopathie behandelt nicht eigentlich Krankheiten, sondern sie befähigt den Körper, sich gegen seine Krankheit zu wehren, wenn er noch dazu in der Lage ist. Dies ist die einzige Einschränkung. Zudem sind die vielen Vereine für Homöopathie, gerade im Kreis Heidenheim, und die Homöotherapeutische Abteilung im Klinikum doch ein Zeichen dafür, dass da wirklich etwas bewirkt wird, was über den Plazebo-Effekt hinausgeht. Ich habe selbst erlebt, dass auch nach einem intensiven Gespräch ein falsch gewähltes „Kügelchen“ keine Wirkung enfaltet. Das richtige homöopathische Medikament sehr wohl.

Dieter Schleusener, Gerstetten